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Rechenschaftsbericht vom 18.05.2000

Damit Sie sich einen Überblick über die Aktivitäten des Vereines City Management Rosenheim nach dem ersten Jahr seines Bestehens machen können, und auch einiges über unsere Grundsatzpositionen nachlesen können, veröffentlichen wir an dieser Stelle Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht des Geschäftsführers Günter Boncelet zur Jahreshauptversammlung des Vereins am 18.5.2000.

...Heute darf ich Ihnen einen kurzen Rückblick auf dieses erste Jahr des praktischen City-Managements geben.
Ich vergleiche die Einrichtung eines solchen Instrumentes immer auch mit der Implantation eines Organes in einen Organismus. Aber es wird kein krankes Organ entfernt und ein gesundes eingepflanzt, sondern es wird ein neues eingepflanzt- und viele Organe nehmen das Neue ohne zu zögern an, weil sie sich sagen: damit wird die Zirkulation noch besser voran gehen; andere aber stoßen es beleidigt ab;
und dann all die, die erst sehen wollen, ob es überlebt oder nicht und ganz gleich wie es ausgeht - am Ende wußten sie es eh genau.
Ich will damit sagen, daß ich keine Wunder erwartet habe im Hinblick auf umfassende Akzeptanz. Hinzu kam - und das finde ich nach wie vor richtig, daß mit der Installation eines Geschäftsführers, der nicht aus dem engsten Umfeld dieser Stadt kommt immer die SACHE und nie oder selten die alte Seilschaft oder die alte Geschäfts- und Vertrauensbeziehung im Vordergrund der Entscheidungen gestanden hat.
Das meine ich nicht abwertend- dennoch ist alte Gewohnheit oft ein Hindernis, neue Wege zu beschreiten. Und trotz alldem stelle ich zunächst ein Fazit voran:
ich bin überrascht, wie weit sich der Verein, wie sehr sich unsere Tätigkeit in diesem ersten Jahr bereits in den Ablauf dieser Stadt integrieren konnte.

Doch lassen Sie mich zunächst eine Vision beschreiben:
stellen Sie sich ein Einkaufscenter - wie zum Beispiel ein ECE- vor. Einheitliche Öffnungszeiten, einheitliche Werbung und Vermarktung, stets gewährleistete Sicherheit und Sauberkeit- und wenn das Center-Management zu der Erkenntnis kommt, daß dringend ein Blumengeschäft erforderlich ist oder ein anderes Geschäft, damit der richtige Mix gegeben ist und diese neue Sparte kann im Prinzip die Durchschnittsmiete nicht bezahlen- dann legt man innerhalb des Budgets des Hauses um und siedelt dieses Geschäft dennoch an.
Das ist Center-Management und die große Utopie aller City-Management-Vereine. Ich möchte nun nicht den Eindruck erzeugen, daß ich die Aufgabenfelder des City Management- wie ja auch die Zusammensetzung unserer Mitgliedschaft dokumentiert-, auf den Einzelhandel reduzieren möchte - es geht vielmehr um die Frage, welche Anforderungen auf die Innenstädte der Zukunft zukommen.

Die Europäische Innenstadt ist ein besonderes Kulturgut.
Jeder von uns hat bestimmte Erwartungen an die City- an die Kernstadt- sei es im Hinblick auf den Einkauf, man will bummeln, sich verabreden, ins Restaurant gehen, Feste feiern, Kultureinrichtungen besuchen, oder Finanzdienstleister, seinen Anwalt, eine Behörde usw. usw. Das Aufgabenspektrum ist so groß und so problematisch, daß es Sinn macht, daß sich engagierte Akteure exakt um genau diesen und nur diesen Ausschnitt des städtischen Lebens kümmern.
Abgesehen von meiner Person halte ich es für ebenso unabdingbar, daß sich auch ein hauptamtliches Feld bildet, ein hauptamtlicher Kümmerer da ist, der keiner Seite der Akteure zuzuordnen ist- und: der über möglichst viele Informationen verfügt, um beratend, ausgleichend, hinweisend, nervend und auch entwickelnd tätig werden kann.
Ich habe es immer wieder betont: City-Management ist immer auch Kommunikationsmanagement zwischen den verschiedenen Interessensgruppen und Akteuren der Innenstadt- weil wir von der Utopie, daß sich die Innenstadt als eine einzige Interessensgemeinschaft definiert eben noch sehr weit entfernt sind. Es gibt aber inzwischen ein paar bemerkenswerte Entwicklungen in einer Stadt im Ruhrgebiet, die ich beispielhaft erwähnen will, wurden Immobilien - teils privat, teils städtisch, teils institutionell-, in eine Holding eingebracht und unter die Generalverwaltung eines zentralen Managements gestellt. Sogar Hausbesitzer waren überzeugt, daß derart die Gesamtlage eine bessere Perspektive erhalten wird.

Doch zurück zum hier und jetzt.
Ich habe mir verschiedene Unterlagen über die Aktivitäten des Vereins im ersten Jahr hervorgenommen und war erstaunt, was ich alles hätte aufzählen müssen für diesen Rechenschaftsbericht.
Ich versuche es also in wenigen Stichworten:
Selbstverständlich stand im Vordergrund der ersten Wochen und Monate der Aufbau des Vereins bis hin zu dem Ihnen vorliegenden sog. Organigramm. Es ging darum, dem Verein ein Gesicht, eine Form zu geben, Mitstreiter zu finden. Und dabei kann man nicht so recht auf Vorbilder zurückgreifen, da jede Stadt ein eigenes Profil hat.
Ganz wesentlich für den Start des Vereins, den ich in Ihrer aller Namen vertreten habe, war in diesen ersten Monaten, daß ich mit vielen Gruppen, Institutionen und Vereinen zunächst in ein persönliches Gespräch gekommen bin, mich und unsere Vorstellungen präsentieren konnte.

Ich bin vielen Einladungen gefolgt, habe viele Referate gehalten und habe Interviews gegeben, habe viele Personen und Persönlichkeiten getroffen. Habe viele Fragen stellen können. Habe viele Antworten bekommen- durfte mich aber nicht irritieren lassen.
Ich darf sagen: ich habe in mancher Stadt gelebt, aber selten ist mir eine Stadt in so kurzer Zeit so nahe gekommen. Ich danke allen, die mir dazu die Gelegenheit gaben. Das ist immer ganz schwierig: Am Anfang ist das Interesse und die Neugierde natürlich am größten- aber da weiß man so vieles noch gar nicht und soll dazu dennoch Stellung nehmen.

Wir haben - auch aus diesem Grunde - mit Kooperationen begonnen: So beim Open-Air auf dem Laziseplatz, ein Event für junge Leute unseres Mitglieds RoZet, dann beim Kindertag 1999- eine Gründung unseres Mitglieds Harald Gebhardt. Und beim Straßenfest in der Bahnhofstraße, bei dem Mitglieder der IG Salinstraße/Bahnhofstraße federführend waren - insbesondere unser Mitglied Wolfgang Schels von C&A.
Ihnen allen meinen Dank für diese ersten Einbindungen, bei welchen wir uns als Verein präsentieren konnten und einiges erfragen konnten.

Wir wurden schon bald in den Arbeitskreis Sicherheit und Sauberkeit eingebunden, den Herr Dr. Stöcker ins Leben gerufen hatte- denn wir waren uns einig, daß auf diesem Feld viel zu geschehen hat. Und: noch sehr viel geschehen muß.
Wenn ich vorhin von der wichtigen Aufgabe des Kommunikationsmanagements sprach, so konnte dies insbesondere im Hinblick auf die Baustelle KuL Ruppert verdeutlicht werden. Die Umsetzung der Lehren aus dieser Phase haben wir in den letzten Wochen anschaulich am Beispiel der Baustelle Stollstraße demonstrieren können.
Ich danke allen, die uns rechtzeitig und offen in die Prozesse einbezogen haben und hoffe, daß wir für alle Betroffenen etwas Positives bewirken konnten.

In diesen Zusammenhang möchte ich auch den Auftakt zu den "Rosenheimer Gesprächen" gerückt sehen. Das erste Gespräch fand auf Wunsch der Gastronomie statt. An ihm nahmen fast 40 Gastronomen teil, sowie Vertreter des HoGa, Vertreter der Medien und der Verwaltung. Fast drei Stunden wurde über die Situation im Hinblick auf Live-Musik und Biergärten, Öffnungs- bzw. Sperrzeiten intensiv diskutiert.
Wir müssen aber noch einige Schritte gehen: Ich werde darum bitten, daß in besonderen Situationen wie Fasching und Silvester für die Verkürzung der Sperrzeiten zur Belebung der Innenstadt nicht derart hohe Gebühren erhoben werden, die es vielen Gastwirten nicht möglich macht, sich zu beteiligen.

Ich erinnere mich ganz besonders gerne an unsere Veranstaltung zur Sonnenfinsternis, die wir in Kooperation mit der Stadt Rosenheim- sprich : mit Herrn Rankl- durchgeführt haben. Man hat uns zwar nicht geglaubt, daß wir diese Finsternis extra für Rosenheim ins Werk gesetzt haben, aber wir haben begeisterte Reaktionen auf die Art und Weise unserer Begleitung dieses Ereignisses bekommen.
Neben Live-Schaltungen zum Observatorium und Internet-Präsentationen gab es Musik, und: eine Musikgruppe hatte einen Kompositionsauftrag erhalten und passend umgesetzt. Das geschieht heute im übrigen viel zu selten.

Wir haben mit dem VHS Fotokurs durch eine Foto-Safari versucht die Naturfotoausstellung im KU´KO zu begleiten, was noch verbessert werden kann.
Vor wenigen Tagen erst - beim Patronatstag der Gebirgsschützen- haben sich die Jungfeuerwehrleute noch einmal bei mir für das "Bitter Lemon" Konzert bedankt, das wir mit Wirten, allen voran dem Giornale unter Leitung unseres Mitglieds Werner Paul, auf dem MJP durchgeführt haben.
Wir haben manches auch gesponsert, weil wir die Konzepte für förderungswürdig befanden:
z.B. Jugend macht Gesellschaft oder wir haben Herrn Ludwig Baumann geholfen, eine Konzertmuschel anzuschaffen- dies, weil wir hoffen, daß wir in den nächsten Jahren den 1999 durchgeführten einzigartigen Opernball im Ambiente des Max-Josefs-Platzes wieder durchführen und zu einem Rosenheimer Markenzeichen entwickeln zu können. Ich habe schon ein paar Sponsoren, und hoffe, daß es mehr werden.

Im Service- Bereich sei an die Vernetzung und an die Werbung für eine inzwischen durchaus ansehnliche Kinderbetreuung erinnert. Neue Faltblätter liegen aus.
Wir haben- in Partnerschaft mit der Raiffeisenbank und dem Mail-Keller- einen mehrfach durchgeführten Seniorentanztee unterstützt, der ein sehr gutes Echo gefunden hat.

Und am 11.11. haben wir in Partnerschaft mit der Faschingsgilde im Wirtschaftlichen Verband erstmals das neue hinreißende Prinzenpaar, das diese Stadt so beeindruckend vertreten hat, unmittelbar der Öffentlichkeit präsentiert. Für Tanztee und Kooperation beim Fasching meinen Dank an unser Mitglied Jörg Uwe Cink.
Aber auch die Mitgliedsfirmen Karstadt und Auerbräu müssen an dieser Stelle erwähnt werden, denn sie waren massiv mit von der Partie. Diese Sache sollte fortgesetzt und fest etabliert werden.
Das Faschingstreiben haben wir in diesem Jahr noch finanziell unterstützt- im nächsten Jahr wollen wir es wohl - auf Vorschlag von Herrn Sket- eventuell unter unsere Obhut nehmen.

City Management hat weiterhin auf Bitte des Einzelhandelsverbandes große Teile der diesjährigen Werbung für die Adventszeit, insbesondere für den Weihnachtsmarkt durchgeführt. Eine Aufgabenzuweisung, über die wir noch einmal nachdenken müssen, denn unser Einfluß und Anteil auf und am Weihnachtsmarkt ist eigentlich kaum gegeben. Immerhin konnten wir eine kostenlose Kinderbetreuung und kostenlose Gepäckaufbewahrung anbieten.
Sehr gerne haben wir vor wenigen Tagen in vielerlei Hinsicht den Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen in Rosenheim unterstützt.

Wenn ich mir diese kurze und unvollständige Aufzählung bis hierher ansehe, dann fällt mir in diesem Zusammenhang auf, daß wir nicht nur verändern oder Revolutionen durchführen- indem eine Gruppe wie Bitter Lemon tatsächlich mitten in der Stadt auftreten konnte- sondern daß wir, wenn immer möglich, die Traditionspflege unterstützt haben. Ich bin fest davon überzeugt, daß zu einer zukünftig zu entwickelnden Imagekampagne dieser Aspekt von enormer Wichtigkeit ist - Rosenheim zwischen Tradition und Moderne.
Wer das Erntedankfest in Rosenheim noch nicht erlebt hat, hat etwas sehr Wichtiges verpaßt. Für mich dokumentiert sich gerade hier in Bayern das, was man unter Heimatliebe und positiven Konservativismus - also Bewahrung und Pflege- versteht. Und genau das suchen alle, die von fern hierher kommen.

Schließlich sei noch auf die wirklich gute und faire Kooperation mit den Rosenheimer Medien verwiesen. Ein Pressespiegel- soweit wir alles gesehen habe- ist ganz frisch gebunden worden. Und sieht schon recht gut aus.
Hinzu kommen natürlich noch Sendungen in Rundfunk und TV, bei denen man uns die Möglichkeit gab, uns zu artikulieren.
Ihnen allen, liebe Medienvertreter und auch den Verlagsleitungen und den Redaktionsleitungen meinen herzlichen Dank.
Bleiben Sie weiter an unseren Projekten und Diskussionen interessiert, wir werden Sie sicher nicht enttäuschen.

Ein ganz wichtiges Arbeitsfeld und Instrument muß ich aber noch gesondert herausstellen, nämlich die Möglichkeit einer Seite bzw. einer Doppelseite im OVB, die uns Herr Alfons Döser, Verleger und Vorstandsmitglied im City Management jeden Monat ermöglicht. Auch dafür ganz herzlichen Dank - aber auch an die Firma Karstadt, an Herrn Reinhard Nasswetter, unseren Vereinsvorsitzenden, für das Sponsoring der jeweils zweiten Seite, wenn wir zwei Seiten erscheinen lassen.

Und nun werden wir unsere Selbst-Darstellung entscheidend erweitern:
die Würfel sind gefallen- unser Internet-Auftritt ist beschlossen. Der Auftrag wird an ZetNet vergeben, das wiederum eng mit internet-groeger kooperieren wird. Unser Auftritt, zu dem unsere Mitglieder in Kürze umfassend informiert werden, wird unter "www.ro-city.de" laufen.

Dann darf ich berichten, daß wir inzwischen in einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem Landesverband des Bayerischen Einzelhandels stehen. Unser Austausch ist intensiv und ich glaube, daß wir durchaus positive Beiträge und Beratungsarbeit leisten konnten.
Umgekehrt ist für uns der enge Kontakt von großer Bedeutung, um mit dem Städtischen Einzelhandel immer mehr ins Gespräch zu kommen. Aber auch die Stadt Rosenheim bindet uns in wachsendem Maße in die Beratungen ein.
Jour-Fix mit der Wirtschaftsförderung und- wir sind ständiges Mitglied beim Wirtschafts- und beim Einzelhandelsgespräch, aber inzwischen auch Gesprächspartner des Stadtplanungsamtes. Herrn Cybulska meinen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Inzwischen sind wir auch in die Wirtschaftsjunioren integriert und diese bei uns- und ich freue mich, daß der Vorsitzende der Rosenheimer Wirtschaftsjunioren Mitglied im City Management ist, Herr Andreas Bensegger.
Und ich denke, daß sich auch die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftlichen Verband noch verbessern kann. Und ich freue mich hier den designierten Geschäftsführer, Herrn Robert Aberger, begrüßen zu können. Alles Gute für Ihr Wirken und auf gute Zusammenarbeit .

Das Bild wird gerundet durch die Teilnahme an zunehmend mehr Gremien in denen unsere Meinung gefragt ist, auch hieran können wir messen, daß unser Verein zunehmend akzeptiert wird und an Gewicht gewinnt. Das Problem aber ist, daß viel von dem, was unser Büro in Ihrer aller Namen täglich leistet nicht so einfach nach außen kommunizierbar ist.
Es ist viel Arbeit im Kleinen zu leisten. Und da fragen dann manchmal welche: Was tun die eigentlich den ganzen Tag?
Hier müssen wir noch aktiver werden: Eigen-PR verstärken, stärkere Einbeziehung der Mitgliedschaft und des Beirates gewährleisten. Das wird im zweiten Halbjahr dieses Jahres geschehen. Zum Beispiel durch ein regelmäßiges Treffen. Mit dem Internet-Auftritt wird und muß dann auch eine Selbstdarstellungsbroschüre erscheinen.

Ein entscheidender Schritt zur Weiterentwicklung des Vereines aber war sicherlich die Gründung der ersten Projektgruppen und Projekt-Teams. Hier noch einmal eine kurze Vorstellung:
Im Bereich Veranstaltungen leiten in enger Abstimmung mit mir und unserem Büro
- Herr Dr. Miesbeck, Leiter des Lokschuppens die "Lange Nacht"
- Herr Huber, Chef der Deutschen Bank 24, den Kindertag
- Herr Rankl, Leiter des Hauptamtes, das Bürgerfest- welches Bestandteil des Stadtfestes ist.

Im Bereich Verkehr leitet Herr Rechtsanwalt Kolb die Projektgruppe Stauquellen / Verkehrsdurchfluß und Herr Rechtsanwalt Multrus den Bereich Service und der Leiter des Stadtplanungsamtes, Herr Cybulska, leitet im Bereich Stadtgestaltung die Gruppe Parks und Parkgestaltung. Dies sind die zur Zeit aktiven Gruppen.
Darüber hinaus sind wir in die Planungen rund um Ludwigsplatz und Altstadt Ost eingebunden, begleitet von Herrn Reindl. Um Architektur und Lichtkonzepte wird sich Herr Seethaler kümmern und Herr Stintzing wird sich sowohl in der Verkehrsthematik als auch in dem Thema City-Logistik engagieren.
Ihnen allen unseren herzlichen Dank für Ihr Engagement.
Ich hoffe, daß einige von Ihnen nachher beim Tagesordnungspunkt Aussprache noch berichten werden.

Und natürlich danke ich auch allen, die sich um diese Gruppen als Teams sammeln und mitarbeiten. Wir hoffen auf gute Entwicklung.
Damit kann ich auch kurz zu aktuellen Tätigkeiten Bericht geben und einen kurzen Ausblick auf die kommenden Monate wagen:
am 3.6. findet der erste vom City Management durchgeführte Kindertag statt.
Vom 22.-24.6.  begleiten wir und begrüßen wir dann das Internationale BMW 503-er Treffen.
Vom 30.6.-2.7.2000 werden wir erstmals das Rosenheimer Stadtfest veranstalten.
Hier einige Erläuterungen über Sinn und Umfang dieses Festes:
Bei Durchsicht der diesjährigen Veranstaltungssituation fiel auf, daß zahlreiche einzelne Feste und Festivals parallel zu dem großen Begleitprogramm zur Römerausstellung unter Umständen das Publikum überfordert oder die Verkehrssituation zu oft belastet hätte. Wir haben daraufhin viele Verantwortliche zusammengerufen und sind uns einig geworden, verschiedene Angebote zu einem größeren Stadtfest zusammenzufügen. Außerdem möchten wir etwas entwickeln, was den Namen Stadtfest auch verdient- es gibt viel Unmut über die Tatsache, daß sich in Rosenheim so viel stets nur auf dem Max-Josefs-Platz abspielt - und ich finde zu Recht.

Der Stand der Dinge:
Am Freitag, dem 30.6.2000 wollen wir das Stadtfest, das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Stöcker stehen wird, am Max-Josefs-Platz eröffnen. Zur Zeit haben wir zwei Italiener, die sehr gut die gängigen Hits spielen, dafür engagiert und die Gruppe Pee Wees- den Rosenheimern als die Band für Musik der 60iger bekannt.
1.7.2000: Der Salinplatz, begleitet von der Interessensgemeinschaft um Herrn Buluschek von Lissa Zimmermann, führt ein kleines Kinderfest durch.
Die Bahnhofstraße - Dank an Mitglied Erna Jäger vom Black Panther - stellt einen Jahrmarkt auf die Beine.
Am Ende der Bahnhofstraße steht die McDonald´s Bühne, auf der die Musikinitiative jungen Bands eine Auftrittsmöglichkeit gibt.
Esbaum ist mit einer kleinen Weinstraße vertreten und hat eine Girl-Band engagiert.
Die Münchener Straße, am Salinpark entlang, wird hoffentlich viele Vereine sehen, die sich dort präsentieren- und auch ein paar Schmankerlstände. Dafür macht sich die neue Mitarbeiterin beim City Management, Frau Michaela Frey, besonders stark. Der traditionelle Jazzfrühschoppen bei Karstadt wird sich beteiligen. Dann der Flohmarkt mit zwei kleinen Bühnen auf der Prinzregentenstraße bzw. Rathausstraße.
Und auf dem Max-Josefs-Platz das traditionelle Bürgerfest mit der Sparkassen- und der Gaborbühne, auf denen sich abends zunächst eine 25-köpfige Formation aus Sizilien präsentiert, die diese lange Reise wirklich für das Stadtfest macht und von ihrer Region dafür unterstützt wird und zum Abschluß Brown Sugar. Allen am Max-Josefs-Platz für die große Unterstützung herzlichen Dank. Inzwischen ist der Max- Josefs-Platz unser mitgliederstärkstes Gebiet. Neben der Nikolaus-Kirche wird die Agenda ein multikulturelles Fest durchführen und am Ludwigsplatz wird auf jeden Fall Jazz und Theater zu hören bzw. auch zu sehen sein.
Auch der Salzstadl macht mit- rund ums Automobil und um Rock and Roll heißt das Motto. Der Wirte-Verein, den wir zu diesem Fest herzlich eingeladen haben, sorgt für einen rockigen Tag und Abend und auch für den Ausklang am Sonntag mit einem Weißwurst-Frühschoppen und der Gruppe Out of Rosenheim.
In Kooperation schließen sich an: Der Inntaler-Veteranenfahrzeug-Club mit seinem Oldtimer Festival am 1. und 2.7. auf der Loretowiese und in der Inntalhalle. Ich begrüße hier den Präsidenten des Clubs, unser Vereinsmitglied Horst Groeger von internet groeger.
Und schließlich kooperiert noch das Römerfestival des Lokschuppen, der VKR, Dank an Vorstandsmitglied und Chef der VKR Heinz-Werner Bleyl.
Inzwischen haben wir übrigens 1000 zusätzliche Parkplätze akquiriert. Das wird ein großes Fest, so der Wettergott will.

Und ein ganz besonderes Ereignis wird ganz sicher am 8. und 9. Juli der Auftritt des einzigartigen Nationalen Wassermarionetten-Theaters aus Hanoi im fernen Vietnam hier in Rosenheim im Rahmen der Römer-Ausstellung bzw. des großen Begleitprogrammes auf dem Laziseplatz.
In diesem Zusammenhang eine Bitte: wir haben inzwischen einen Verteiler überarbeitet, der feststellt, daß fast 60 unserer Mitglieder Material auslegen können. Bitte sorgen Sie in Ihren Einrichtungen, Geschäften und Kanzleien dafür, daß die Materialien Ihres Vereins, gut sichtbar postiert und ausgegeben werden. Möglicherweise müssen wir einen extra Dispenser des Vereins hierzu entwickeln. Und, so es geht: hängen Sie auch die Plakate aus, wir fertigen diese extra für Sie in A2 - bitte helfen Sie Ihrem Verein in dieser Frage, denn wir können viel tun, nur es nützt nichts, wenn es niemand erfährt.

Schließlich: Die Lange Nacht ist für den 7. Oktober vorgesehen und vielleicht schaffen wir ja in diesem Jahr, was wir im letzten nicht geschafft haben und damit ca. 4-5000 Besucher der Innenstadt allein gelassen haben- ein Silvesterfest für die City zu entwickeln.
Wir können vieles bekommen: wir hätten ein international erstklassig besetztes Radrennen, die Coca-Cola Trophy, nach Rosenheim bekommen können.
Und ich habe für den Christkindlmarkt schon einmal den berühmten Cola-Truck vorgemerkt.

Nun noch ein Wort zum Thema Warenmärkte:
Sie haben die Diskussion vielleicht über die Medien verfolgt:
Der Vorstand des Vereins und der Vorstand des Einzelhandelsverbandes sind sich darüber einig, daß es keinen Sinn macht, zwei große Warenmärkte an Sonntagen durchzuführen, bei denen gleichzeitig die Geschäfte geöffnet haben können und viele auch haben - und diesen Markt so ein bißchen am Rande der City abzuhalten und damit gleichzeitig die Parkplätze zu blockieren. Es hat verschiedene Verhandlungsrunden mit den Vertretern der Marktkaufleute und der Stadt gegeben. Stand der Dinge- das Ordnungsamt prüft derzeit auf unsere Bitte, ob die Verlegung technisch möglich ist, wenn dies so ist, entscheidet schließlich der politische Wille dies auch zu tun. Ich bitte Sie alle um Unterstützung.

Ganz wesentlich aber möchte ich zu konzeptioneller, inhaltlicher Arbeit zurückkehren.-
Im Kern zu einem Marketingkonzept für die Quartiere:
Rosenheim hat viele kleine Quartiere, mit schönen kleinen Geschäften und Gastronomie, die es neu zu entdecken gilt - bzw.: mein Wunsch ist, daß sich jedes Quartier definiert und einheitlich nach außen auftritt, die Gruppen aber schließlich gemeinsam für Rosenheim und in Rosenheim werben. Daraus möchte ich ein Konzept ableiten unter dem Arbeitstitel: City-Treff:
Sei es Salinplatz, Bahnhofstraße, Esbaum, Ludwigsplatz/Altstadt Ost, Innstraße. Angedacht ist ferner:
-Ein wirklich großer Schaufensterwettbewerb
-Lange Nacht für den Handel
-Frühjahresmodenschau
-und wir möchten einen Sonderpreis für die City im Hinblick auf den Blumenschmuckwettbewerb stiften.
Und dann findet im nächsten Jahr das Rosenheimer Stadtspiel statt, zu dem wir im letzten Jahr die Festpiele aus Erl einladen konnten, unter der Leitung eines Dirigenten, der in der ganzen Welt gastiert, Herrn Professor Kuhn. Wir wollen schauen, ob wir im Rahmen des Stadtspiels nicht neue Angebote entwickeln können- wie zum Beispiel einen mittelalterlichen Jahrmarkt.
Bei der Grundsteinlegung des neuen Kinos- von dem ich mir wichtige Impulse erwarte, habe ich gehört, daß, wer in Rosenheim etwas bewegen will  Ausdauer braucht:
also möchte ich an dieser Stelle noch einmal an eine Marketing-Idee erinnern, die ich ebenfalls am 11.5. des vergangenen Jahres hier vorgetragen habe, und die noch immer zu meinen Lieblingen zählt:
Das Rosenfest.
Noch einmal die Idee:
Wir sollten unter der Schirmherrschaft des Herrn Oberbürgermeister einen Preis stiften in Form einer Rose- Rot, Gold, Silber - für besondere Leistungen im künstlerischen, politischen, wirtschaftlichen Bereich. Diesen Preis sollen international prominente Persönlichkeiten, aber auch regional wichtige Personen erhalten- eventuell ausgedehnt auf einen Sonderpreis für besondere humoristische Leistungen, den wir zusammen mit der Faschingsgilde verleihen könnten.
Jedem Preisträger wird parallel ein kleines Rosenfeld gewidmet- inzwischen besteht Hoffnung, dies im Rahmen der Umgestaltung des Riedergartens verwirklichen zu können- der Effekt ist ein mehrfacher:
wir holen prominente Personen in diese Stadt und nutzen Stadthalle und KU´KO. Wir erhalten - wenn wir ein gutes PR-Konzept entwickeln- nationale Presse- und der Prominentenpark wird Anziehungspunkt für Bürger und Gäste- und außerdem stellen wir das Symbol der Stadt in den Mittelpunkt des Interesses. Autogrammstunden, Vorträge, Lesungen etc. würden sich ebenfalls ergeben. Rosenheim braucht Imageträger, wenn nun auch das Eishockey nicht mehr werbewirksam für die Stadt arbeiten kann.