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Rechenschaftsbericht zur Jahreshauptversammlung 2002 des City-Management Rosenheim e.V. durch den Geschäftsführer Günter Boncelet am 24. Januar 2002 Herr Bürgermeister Noe, liebe Mitglieder des Vereins City-Management, liebe Gäste, die Innenstädte sind in ihrer Existenz bedroht, heißt es immer wieder, andere sehen ganz im Gegenteil eine Renaissance, eine Rückbesinnung auf die Kernstädte. Nicht zuletzt sind solche Einrichtungen wie ein Verein City-Management möglicherweise Indizien für diese Rückbesinnung, ganz sicher aber wirken sie aktiv mit an der Schärfung eines Bewußtseins vom kulturellen Wert der Innenstädte, aus dem sich die Verpflichtung zu ihrem Erhalt mit ihren mannigfaltigen Funktionen ergibt. In diesem Sinne möchte ich noch einmal Revue passieren lassen, was unser Verein im abgelaufenen Jahr in Angriff genommen hat und was im Jahre 2002 und auch ferner geplant ist und -mit Ihnen gemeinsam- verwirklicht werden könnte. Unsere letzte Jahreshauptversammlung hat am 15. Mai 2001 stattgefunden. Heute nun zum ersten Mal am Jahresbeginn, um einen besseren Rückblick und einen besseren Ausblick geben zu können. Ich beginne zunächst mit den beiden Warenmärkten, die nun zum ersten Mal wieder in der Innenstadt stattgefunden haben, und zwar am 01. April der Frühlingsmarkt und am 28. Oktober der Mantelsonntag. Veranstalter ist dabei die Stadt Rosenheim- wir haben allerdings die Rückverlegung in die City gewünscht, um unter anderem den großen Parkplatz für die Besucher zurückzubekommen. Die Ergebnisse sind durchaus unterschiedlich zu bewerten. Grundsätzlich können wir feststellen, daß sich die überwiegende Zahl der Besucher positiv über diese Verlegung geäußert hat. Beim Mantelsonntag allerdings waren wir alle nicht auf diese Menge der Besucher vorbereitet. Es haben sich zweifellos zahlreiche Engstellen in der Innenstadt ergeben, was dem Gesamteindruck ein wenig abträglich gewesen ist. Der aktuelle Diskussionstand ist der, daß wir das Pilotprojekt um ein Jahr verlängern und vor wenigen Tagen hat ein Gespräch mit der zuständigen Behörde stattgefunden, bei dem wir uns darauf geeinigt haben, daß beim Mantelsonntag mehr Fläche für die Stände genutzt wird und daß möglichst dort, wo bereits sehr starke Konzentration von Handel und Gastronomie ist, keine großen, sondern möglichst nur kleine Stände aufgebaut werden. Am 27.02. haben wir wiederum das Faschingstreiben organisiert und es war ein sehr großer Erfolg. Der Max-Josefs-Platz hat kein Blatt Papier mehr fassen können, obwohl kein Faschingszug stattfand. Am 07.04. haben wir dann die erste große Open-Air-Modenschau mit Model-Wettbewerb durchgeführt, an der sich ausschließlich Mitglieder des Vereins beteiligen konnten. Davon haben immerhin 15 Mitglieder Gebrauch gemacht, Fazit: Show und Modelwettbewerb waren hervorragend. Auch nach Aussage der meisten Händler, die sich beteiligt haben, hat es zuvor eine eine Open-Air-Modenschau dieser Qualität in Rosenheim noch nicht gegeben. Von geringerer Qualität waren an genau diesem Tag die Wetterverhältnisse. Wenn wir also den positiven Aspekt herausnehmen wollen, dann war es der, daß alle beteiligten Firmen trotz der widrigen Verhältnisse fast unmittelbar nach der großen Modenschau betont haben, daß sie sich auch an einer Fortsetzung wieder beteiligen werden. Am 19./20.05. hat dann der 1. Rosenheimer Automobilsalon stattgefunden. Wir gehen davon aus, daß wir den Erlebniseinkauf nur dann in den Innenstädten realisieren können, wenn wir Themen aufgreifen, welche die Menschen interessieren. Neben Mode, Musik, Essen und Trinken, gehört dazu in Deutschland ganz sicher das Automobil und so war es denn auch nicht verwunderlich, daß wir zwischen 20.000 und 30.000 Besucher an diesem Wochenende in der Innenstadt zum Automobilsalon begrüßen durften. Selbst der Sonntag, der oft nicht besonders stark besucht ist, hat uns ein durchaus ansehnliches Publikum gebracht. Ich danke allen Automobilfirmen, die den Mut hatten, sich zu diesem 1. Salon über alle Konkurrenzverhältnisse hinweg zusammen zu schließen. Und im und mit dem City-Dome konnten wir am 23.5. in der übervollen Hammerhalle den Sieg des FC Bayern gegen Valencia in der Champions-League auf Großleinwand bejubeln. Der 2. Rosenheimer Kindertag am 26.05. in der City war mit großer Sicherheit der bisher größte Kindertag in der Stadt Rosenheim. Dieser Kindertag wächst erfreulich und wir konnten das Band bereits vom Max-Josefs-Platz über die Münchener Straße bis hin zum Salinplatz ziehen. Immer mehr Gruppen beteiligen sich mit phantasievollen und kreativen Darbietungen und immer mehr Kinder finden den Weg in die Innenstadt. Am 30.06. haben wir dann die 2. Lange Nacht einmal mit einem anderen Gesicht durchgeführt. Es hat an diesem wunderschönen Samstagabend Trauungen im Rathaus gegeben, die vom Oberbürgermeister durchgeführt wurden, auch heuer haben sich wieder zahlreiche Museen, Galerien und auch die Kirchen an dem hervorragendem kulturellen Programm bis weit nach Mitternacht beteiligt und es haben über 100 Geschäfte der Innenstadt ihre Pforten bis 21.00 Uhr geöffnet gehalten. Auch hier konnten viele tausend Besucher begrüßt werden. Ich denke, daß wir also im Bereich der Innenstadt-Events eine durchaus gute Jahresbilanz ziehen können. Dazu aber gehören auch Versammlungen, bei denen man sich über verschiedene Themen, die aktuell anstehen, verständigt. Am 11.09., an jenem Tag, der sich so furchtbar tief in die Geschichte eingeschrieben hat, haben wir -sicherlich noch irritiert und die Ereignisse nicht in ihrem gesamten Umfang erfassend- einen Informationsabend zum Thema City-Card durchgeführt, bei dem 3 kompetente Firmen ihr System vorgestellt haben. Unser Fazit nach jenem Abend: Am meisten zugesagt hat uns das System von defacto/danova, dies war wohl eindeutig festzustellen. Allerdings ist die EDV, die hinter diesem System steht, noch nicht in ausreichendem Maße mit Warenwirtschaftssystemen verknüpfbar. Gleichzeitig haben die anwesenden Händler, dies hat ein Nachgespräch auch mit dem Vorstand des Einzelhandelsverbandes ergeben, die Einführungskosten des Systems als insgesamt noch als zu hoch empfunden. Wir werden die Entwicklung verfolgen und darauf zurückkommen - überstürzter Handlungsbedarf war nicht vorhanden. Am 18. Oktober hat dann endlich unser erstes Mitgliedertreffen stattgefunden. Das Ergebnis ist dergestalt, daß wir nun mindestens zweimal jährlich ein Mitgliedertreffen durchführen werden. Diese Treffen sollen eher zwanglos durchgeführt werden und den Netzwerkgedanken des Vereins stärken. Wir haben durch viele Berufe viele Kompetenzen im Verein vereinigt von denen jedes Mitglied partizipieren kann. Am 25. Oktober haben wir unser 2. Rosenheimer Gespräch durchgeführt, bei dem wir die Öffentlichkeit zu aktuellen Diskussionsthemen in der City einladen. In diesem Falle haben wir uns über das Thema der kommunalen Verkehrsüberwachung unterhalten. Auf der einen Seite waren betroffene Bürger, die konkrete Fälle vorgetragen haben und auf der anderen Seite Vertreter der Stadt Rosenheim, die dazu Stellung nehmen konnten. Es wurden verschiedene konkrete Maßnahmen beschlossen- erste Ergebnisse wollen wir im März in der City-Zeitung unseres Vereins vorstellen. Wir würden uns wünschen, wenn die Verkehrsüberwachung sich wandelte zu einer Verkehrsbeobachtung. Insbesondere soll sie den Verkehrsfluß befördern und nicht den Wirtschaftsverkehr in der Innenstadt behindern. Am 15. November hat dann erstmalig die Jahreshauptversammlung des Chip Systems stattgefunden, nachdem wir den Reformprozess des Vereins durchgeführt haben. Als erstes Fazit darf ich sagen, daß wir die Zahl der Mitglieder im Chipsystem von knapp 30 (wo es stagnierte) auf fast 100 erhöht haben und das neue Werbematerial überaus gut angekommen ist. Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, leiteten eine Umkehr der Entwicklung ein. Das Chipsystem war auf einem, wie man so schön sagt, absteigenden Ast. Diese Tendenz haben wir aufgefangen und die Ausgabe der Chips im Reformjahr verdoppeln können. Außerdem haben wir die Umstellung der Parkscheinautomaten auf den Chip finanziert um dergestalt zu einer nunmehr fast flächendeckenden Annahme des Chips auf Parkflächen, am Automat, im Parkhaus, im Taxi und Bus zu gelangen- Im November hat sich dann erstmals eine Gruppe getroffen unter dem Titel "Rosenheim im Advent". Wir haben mit dieser Einladung ganz bewußt jene Gruppen zusammengeführt, die nach unserer Einschätzung ca. 90 % aller Aktivitäten in der Innenstadt bestreiten. Das Programmheft, das dabei entstand, umfasste immerhin 12 Seiten interessantestes Programm. Ich möchte trotz alledem noch Ereignisse des letzten Jahres hier erwähnen, die nun nicht unbedingt auf unsere Fahnen geschrieben werden können, über die wir uns aber sehr freuen und für die sich die Rosenheimer Händlerschaft lange Zeit sehr stark gemacht hat. Am 16.11. und am 08.12. wurden zwei neue, zentrale Parkhäuser eröffnet. Lassen Sie mich in dem Zusammenhang noch einen Satz zu dem Thema Stauquellenanalyse sagen. Im vorigen Jahr haben wir diese Aktion gemeinsam mit Herrn Dr. Antusch und dem OVB beschlossen. Wir haben diese Aktion sodann aufgeschoben aufgrund der zahlreichen Baustellen und Sperrungen in der Innenstadt, denn dies hätte das Ergebnis mit Sicherheit verzerrt. Nunmehr wollen wir diese Aktion starten, bei der wir die Alltagskompetenz der Rosenheimer Verkehrsteilnehmer abfragen wollen. Stauquellenanalyse heißt, Engstellen und Stauquellen festzustellen und zu schauen, ob nicht hier und dort mit einfachen Methoden der Verkehrsfluss verbessert werden kann. Ein weiteres Ereignis im letzten Jahr war, daß die Geschäftsstelle des Vereins City-Management eine neue Anschrift erhalten hat. Wie Sie wissen, sind wir in eine Art Bürogemeinschaft mit dem Wirtschaftlichen Verband auf die Loretowiese gezogen. Der Auftrag ist im Grunde der, daß die beiden Verbände, Wirtschaftlicher Verband und City-Management, in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit kooperieren sollen. In diesem Prozeß sind wir im Moment begriffen. Und auch die Eröffnung des Klepper-Museums muß an dieser Stelle erwähnt werden. Die nächste Ausstellung sollten Sie alle nicht versäumen. Natürlich haben wir außerdem Gremienarbeit geleistet. Stets waren wir im Arbeitskreis Sicherheit und Sauberkeit präsent, Hauptschwerpunkt unserer Anliegen dort war, daß die Abfallbehälter an der Münchener Straße erneuert und das Reinigungsintervall erhöht wird. Diesem Anliegen ist inzwischen über den Arbeitskreis SiSa durch den Stadtrat entsprochen worden, wofür wir uns herzlich bedanken. Offene Probleme sind nach wie vor die Rand- oder Problemgruppen. In Absprache mit dem Arbeitskreis wollen wir bei Gelegenheit ein Rosenheimer Gespräch zu diesem Problemkreis durchführen. Ganz eng verbunden ist dies allerdings mit der Gesamtsituation der Münchener Straße, über die ich mich hier nicht noch einmal auslassen möchte. Ergebnis unserer bisherigen Beratungen ist, daß wir zunächst mit den Ketten ins Gespräch kommen müssen, daß aber parallel dazu eine Umfeldaufwertung des gesamten Areals Münchener Straße/Salinpark vorgenommen werden muß. Ob wir im Hinblick auf zunehmende Gewalt und Vandalismus -denn Sicherheit in der Innenstadt ist ebenfalls eine wesentliche Serviceleistung der Innenstädte- auf Kameraüberwachung bzw. auf die von uns bereits einmal ins Spiel gebrachten City-Service-Kräfte zurückkommen, soll dieser Prozeß ergeben. Tatsache ist, daß wenn anstelle des jetzigen Kiosk ein hochwertiges Café mit Außenbestuhlung und die Umwandlung des dann freiwerdenden Tourist-Info-Häuschens in eine ähnliche Einrichtung, sowie das Öffnen der vorhandenen Gastronomie in den Park hinein, auch dafür gibt es bereits erste Konzepte, angedacht würde, es sicher der Beginn für eine Belebung des Salinparks an seinen Rändern und damit möglicherweise auch eine erhebliche Verbesserung des Besucherkreises mit sich bringen wird. Ob es 100 Jahre Historischer Verein, Treffen mit der Partnerstadt Lazise, die Eröffnung des Christkindlmarktes, die Eröffnung der Ausstellung der Gebirgsschützen, der Neujahrsempfang oder vieles mehr war, unser Verein war stets präsent und repräsentiert. Auch sind wir unseren Aufgaben nachgekommen, uns durch Vorträge vor gesellschaftlich relevanten Gruppen, sei es vor Parteien oder Wirtschaftsverbänden darzustellen und bekannt zu machen. Alles in allem waren wir also auch in gesellschaftlich-politischen Rahmen präsent und aktiv. Dies alles hat sich selbstverständlich auch positiv in der Entwicklung der Mitgliederstatistik niedergeschlagen. Aktuell können wir auf 154 Mitglieder blicken. Die Verteilung nach Branchen und Gruppen möchte ich Ihnen nun anhand eines Charts zur Kenntnis geben. Ich komme nun noch zu Zielen und Veranstaltungen in der Zukunft. Das Schönste wäre natürlich, wenn man sagen kann, daß an Tagen mit schönem Wetter oder an Tagen, an denen man es zumindest draußen aushalten kann, jederzeit ein Angebot in der Innenstadt gemacht würde. Ich erinnere an das Straßenfest am Esbaum, an das Ferragosto vom Theater am Markt oder auch Einzelinitiativen wie das Gehsteigfest am Pastavino, bei dem Vereinsmitglieder initiativ waren und vieles mehr. Erst die Summe dieser schönen Treffpunkte und kleineren Veranstaltungen wird die Innenstadt zu einem lebendigen Ort machen können. Hier bemühen wir uns zwar, durch unsere großen Veranstaltungen, wir brauchen aber viel mehr kleine und auf die Quartiere verteilte Angebote. Noch ist es nicht unbedingt selbstverständlich, sich am Abend -besonders am Wochenende- in der Innenstadt zu treffen. Ich habe schon einmal ausgeführt: Wir können unsere Aktivitäten hauptsächlich damit umreißen, daß wir Treffpunkte organisieren. "Treffpunkt City Rosenheim" sollte unsere Losung dafür sein. Zentrale Arbeit muß verstärkt die Entwicklung des Innenstadtprofils sein. Es ist nicht einfach, möglichst viele Akteure von Straßen und Plätzen zu einem Termin zusammen zu rufen. Immer wieder gab es Koordinierungsprobleme, immer wieder mussten Treffen neu angesetzt werden, weil zwar viele Interessenten da waren, aber nicht auf einen einzelnen Termin zu verpflichten waren. Inzwischen haben sich aber dennoch Innstraße, Kaiserstraße, Salinplatz, Salinstraße, Esbaum, Gillitzerstraße, Heilig-Geist-Straße, Max-Josefs-Platz, Altstadt Ost, Nikolaistraße und Bahnhofstraße zu einer Quartiersanalyse getroffen. Anhand einer Metaplananalyse werden Stärken und Schwächen in einem ersten Schritt heraus gearbeitet. Die Stärken wollen wir gemeinsam kommunizieren. Wir wollen ein Logo für die City entwickeln und individuelle Logos für jede Straße, für jeden Platz und -wenn möglich- dennoch in einheitlichem Gestaltungsgewande präsentieren. Diese Quartierslogos sollen Grundlage für entsprechende Wegweisungen sein. Was die Schwächen betrifft, wollen wir nicht nur diskutieren, sondern hier ist, was die Zukunft der Innenstadt betrifft, natürlich die Nagelprobe, denn diese Schwächen müssen insbesondere im infrastrukturellen Bereich- beseitigt werden. Ein wesentlicher Mangel scheint die Beleuchtung der Innenstadt zu sein, denn diese Anmerkung zieht sich unisono durch fast alle Quartierstreffen bisher durch. Insofern haben wir im letzten Jahr mit der Firma Philips Gespräche für ein Beleuchtungskonzept aufgenommen. Daraus haben sich nunmehr erste Gespräche mit der Verwaltung ergeben. Beschlossen wurde eine Probebeleuchtung durch die Firma Philips für das Haus Nr. 4 am Max-Josefs-Platz, dem Holztechnischen Museum. Daraus abgeleitet werden sollen die Anleuchtung von Kirchtürmen und dem Mittertor. Parallel dazu wird der Verein City-Management zunächst die Hausbesitzer am Max-Josefs-Platz ansprechen, ob wir im Hinblick auf Fassadenbeleuchtung eine Chance der Zusammenarbeit haben. Kommen wir dann an dieser Stelle zum Thema Service. Ihnen liegt nunmehr ein neuer Prospekt vor über die Kinderbetreuung. Unser Wunsch war es, eine Betreuung von Montag bis Samstag anbieten zu können. Dies ist nun erstmalig der Fall. Nun haben wir aber das Problem, daß die Meldung über diesen Umstand eher in kleinen Artikeln in den Medien erschienen ist. Leider haben wir es nicht geschafft, deutlich zu machen, wie wichtig gerade diese Serviceleistungen für die Innenstädte im Hinblick auf die noch zu diskutierenden Strukturveränderungen um uns herum sein werden. Kinderbetreuung in den großen Shopping-Malls ist einer der wesentlichen Faktoren neben kostenlosen Parkplätzen. Daher unsere Anstrengung und nun steht unsere neue Kinderbetreuung, die montags und samstags angeboten wird, leer, weil die Eltern oder die allein-erziehenden Mütter noch zu wenig davon erfahren konnten. Ich bitte daher an dieser Stelle die Medien, dieses Thema nicht als ein einmaliges aufzufassen, sondern als ein stets erneut zu kommunizierendes. Öffentliche Toiletten waren ebenfalls ein Thema im letzten Jahr. Es wird nun alsbald ein Treffen beim Liegenschaftsamt geben, bei dem wir wiederum konkrete Vorschläge unterbreiten wollen. Herr Adlmaier hat es angesprochen: Auch wenn die Finanzen der Stadt knapp sind, so sollten wir nun nicht in den Fehler verfallen, die notwendigsten Serviceleistungen der Innenstadt zurückzufahren. Im Gegenteil gibt es gerade in diesem Bereich sehr viel Nachholbedarf . Und schlußendlich werden wir verstärkt zu Qualitätsprüfungen übergehen müssen. Wir müssen die Kundenzufriedenheit in vielerlei Hinsicht abfragen, auch im Hinblick auf die Serviceleistungen der Innenstadt und wir werden Qualitätskontrollen durchführen. Und nun -und zum Abschluß- noch ein Ausblick auf unsere events in diesem Jahr: Am 12. Februar wieder das Faschingstreiben mit viel Unterhaltung und Musik und einem herausragendem Prinzenpaar und -das möchte ich dann doch noch erwähnen- einem amtierenden Faschingspräsidenten, Jörg-Uwe Cink, der sein Amt nunmehr im 20. Jahr ausübt. Respekt und Dank von dieser Stelle. Anfang Mai der 2. Autosalon, der allerdings die Innstraße bis zur Schönfeldstraße mit einbeziehen soll. Wir haben diesbezüglich viele technische Probleme zu lösen, hoffen aber, daß uns die Verwaltung bei der Lösung dieser Probleme tatkräftig unterstützen wird. Am 11.05. dann der 3. Kindertag und vom 28. bis 30.06. das 2. Rosenheimer Stadtfest. Hierzu werden wir viele von Ihnen noch auf Hilfe im Bereich Finanzierung, Sponsoring, Werbehilfe ansprechen. Bitte öffnen Sie sich unserem Anliegen, wir wissen, daß Sie zum Teil sehr hohe Beiträge bezahlen, können aber ein so großes Fest, mit dieser Bedeutung für die Innenstadt, trotz alledem und trotz Zuschuss der Stadt, für den ich mich noch einmal bedanken möchte, nicht alleine tragen. Am 27.06. ist dann wieder der Opernball geplant. Nicht zustande gekommen ist die 1. Buch- und Verlagswoche, was aber nicht heißt, daß dies für alle Zeit der Fall sein muss. Und im Hinblick auf die für den 28.09. geplante 3. Lange Nacht, die ein ähnliches Design haben sollte wie die im letzten Sommer, kann ich im Moment nur sagen, daß es eher wackelig aussieht. Das Fundament im Bereich Kunst & Kultur scheint uns noch nicht so tragend zu sein, daß wir mit diesem Programm an den Start gehen sollten. Auch wünschen sich viele aus dem kulturellen Bereich, diese Veranstaltung nur alle zwei Jahre durchzuführen, um entsprechend wieder attraktives Programm aufzubauen und nach wie vor möchten sie eine Entkoppelung von dem Bereich des Handels. Wir werden diese Diskussion sorgfältig führen und denken allerdings auch über neue Konzepte nach. Die Lange Nacht, ob Lange Nacht der Musik oder der Kunst & Kultur, wobei beides nicht ganz voneinander zu trennen ist, soll eigentlich ein eigenes und klares Profil behalten. Andererseits haben wir immer auch den Langen Samstag des Handels im Auge. Dieser Markttag mit dem Titel "Rosenheim Open" wurde auf den letzten Samstag im Juni per Marktsatzung festgelegt. Mein Vorschlag ist, daß wir für das nächste Jahr (also immer im Jahr zwischen den Stadtfesten) für diesen Samstag, der als Markttag deklariert ist, ein von der Langen Nacht unabhängiges Konzept erstellen. Es sollte ein ganz besonderes Ereignis werden. Zum Beispiel die City im Zeichen vieler visueller Darbietungen, in deren Zentrum der dann neu aufzugreifende Schaufensterwettbewerb, die Modenschau, Fassadenbeleuchtungen, Lasershow bis hin zu Internetpräsentationen und Großleinwand-Aufführungen stehen sollten. Wir leben in einem stark visuellen Zeitalter und sollten versuchen, die Innenstadt als visuellen Raum über einen Zeitraum von 14 Tagen zu gestalten, bei dem der Lange Samstag des Handels am letzten Juni Samstag stattfinden kann. Freuen wir uns aber in diesem Jahr auf jeden Fall auf Kindertag, Autosalon, Stadtfest, Opernball und vieles mehr. Als letztes nun noch ein Satz in eigener Sache. Im Mai wäre mein Vertrag, den ich 1999 mit dem Verein City-Management geschlossen habe, nach drei Jahren ausgelaufen. Mit diesem Vertrag hatten sich der Verein und ich fest aneinander gebunden. Dieser Vertrag mit fester Bindung wurde vor wenigen Wochen nunmehr um zwei Jahre verlängert. Aber, und das wollten einige wissen, er endet auch dann nicht, sondern wandelt sich nach -dann insgesamt- fünf Jahren in einen normalen Anstellungsvertrag. Die Zusammenarbeit geht nun also noch ein paar Jahre weiter und daher möchte ich mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken und ich hoffe zum anderen, daß Sie mit der bisherigen Arbeit zufrieden sind. Allen einen herzlichen Dank für nunmehr fast 3 Jahre aktiver, manchmal streitbarer, aber insgesamt glaube ich doch erfolgreicher Zusammenarbeit. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. |