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Vortrag und Bericht des Geschäftsführers
auf der Jahreshauptversammlung des Vereins
am 12. März 2009,
Rückblick 2008 und Ausblick 2009


1999 - 2009: 10 Jahre City-Management e.V.
Willkommen bei der Jahreshauptversammlung!
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst vielen Dank für die freundlichen Worte! Zehn Jahre City-Management - ich bin doch sehr überrascht, wie schnell diese Zeit vergangen ist.

Und es ist noch nicht lange her, als wir uns hier zur Jahreshauptversammlung 2008 versammelt haben und wir die erstaunliche Botschaft vernehmen konnten, dass ein Niederbayer Vorsitzender der CSU und ein Franke Ministerpräsident ist. Außerdem ein Schwabe Trainer des FC Bayern und ein Westfale den Bischofssitz München-Freising innehat.
Und kaum ist ein Jahr vergangen, sind die Verhältnisse fast wieder zurechtgerückt. Was aus dem schwäbischen Trainer wird, das ist noch nicht entschieden. Hingegen ist das Schicksal des Franken und des Niederbayern sehr wohl entschieden: Parteivorsitz und Ministerpräsidentenamt bei der CSU sind wieder fest in oberbayerischer Hand. Auffallend ist auch, dass der westfälische Bischof munter durchs Land reist und der westfälische City-Manager in Rosenheim seinen Vertrag verlängert hat. Sie sehen, wie auch Bischof Marx gesagt hat: Die Bayern und die Westfalen passen scheinbar doch ganz gut zusammen. Halten wir es noch ein paar Jahre so. Starten wir nun den Bericht des Geschäftsführers in den hier angezeigten 4 Teilen.


Normalerweise bitte ich Sie um 40 Minuten Ihrer kostbaren Zeit – bitte sehen Sie mir nach, wenn es heute etwas länger dauert.

1. Zunächst möchten wir Ihnen das Konzept vorstellen, dem der City- und Stadtmarketingpreis Bayern 2008 zugesprochen wurde.
2. Wir wollen berichten von unserer Arbeit in 2008 und einen Ausblick geben auf 2009.
3. Ich möchte ein paar Worte sagen zum Stand der Dinge nach 10 Jahren City-Management.
4. Wenn es die Zeit noch zulässt, ein paar Worte zu Thema 4.

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich nun auf einen der erfreulichen Punkte unserer Arbeit blicken. Auch hier sind bestimmte Elemente in vielen Jahren gewachsen und ich weise direkt darauf hin, dass wir uns nicht damit schmücken wollen, dass die einzelnen Aspekte, die hier vorkommen, alleine unserer Arbeit zu verdanken sind, sondern dass es sich so entwickelt hat, wie wir es uns eigentlich wünschen: Dass Rosenheim also eine Geschichte erzählt, die zu Rosenheim gehört.
Hier das Projekt Im Zeichen der Rose.

Nun zum Teil 2 meiner Ausführungen (Rückblick/Ausblick):
RÜCKBLICK
Das Jahr 2008 wurde mit 242 Mitgliedern abgeschlossen. Leider haben uns dann Mitglieder, größtenteils wegen Geschäftsaufgabe, verlassen.


Jetzt, Anfang 2009, haben wir endlich die Marke von 250 Mitgliedern geschafft. Zunächst ist die neue IG Münchener Straße kollektiv beigetreten, vor wenigen Tagen dann als 250. Mitglied der Kinderschutzbund und seit Montag die Firma Sunvalley mit dem entscheidenden Schritt über die 250 hinaus als Mitglied Nr. 251.

Vielleicht nutzt der eine oder die andere von Ihnen die Gelegenheit dieses Abends, ebenfalls beizutreten. Anträge gibt es bei Frau Frey, wir werden im Verlauf des Abends berichten.
• Veranstaltungen 2008 und Faschingstreiben am 24.02.2009:
Bereits große Tradition in Rosenheim hat das nach wie vor größte Open-Air-Faschingsereignis in der Region, nämlich das Rosenheimer Faschingstreiben am Faschingsdienstag. Wir haben das Konzept beibehalten, nämlich die Unterteilung in eine Haupt-Bühne mit Musik, die möglichst jeden Geschmack trifft, eine im Bereich Mittertor installierte Bühne mit einem Extra-Kinderprogramm und im vorderen Teil des Max-Josefs-Platzes eine Diskothek, die dann auch nach 18.00 Uhr jüngere Menschen bzw. solche, die da noch nicht mit dem Feiern aufhören wollen, anspricht. Das Projekt wird nach wie vor getragen vom City-Management, von den Gastronomen vor Ort und dem Wirtschaftlichen Verband und Gästen, und nach wie vor organisiert von unserem freien Mitarbeiter Helmut Müller. An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich auch für den jährlichen Auftritt der Faschingsgilde Rosenheim mit Prinzenpaar, Garde und Präsidium herzlich bedanken!
• Jahreshauptversammlung 21.02.2008
Die Themen waren geprägt von einem Bericht über die Situation der Stadt Rosenheim Anfang 2008 durch die Oberbürgermeisterin und einer umfassenden und anschaulichen Darstellung aller wesentlichen Bauprojekte von Inhalt und Zeitablauf durch unseren Stadtbau-Direktor, Herrn Helmut Cybulska.




  • 23 Autohäuser präsentierten 36 Marken…
  • Extra Ausstellungsfläche für „Neue Antriebe“…
  • Wohnmobile & Caravans…
  • Harley-Davidson Motodrom Salzburg…
  • Roller & Fahrräder …
  • Gewinnspiele, Glücksrad und Kleinkunst

… und vieles mehr, ein Konzept, das nach wie vor wächst, wie wir noch sehen werden.

  • Rosenheimer Erlebnisnacht am 25.04.2008, mit:
  • Abendöffnung der Landesausstellung „Adel in Bayern“
    (VKR GmbH/Lokschuppen)
  • Vorabend-Präsentation „Neue Messe Rosenheim“ in der City
    (Neue Messe Rosenheim)
  • 1. Rosenheimer Night-Shopping
    (City-Management & Einzelhandel)

Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Rosenheimer Erlebnisnacht gab es eine Aktionspartnerschaft des Lokschuppens mit der Verlängerung der am selben Tag eröffneten Ausstellung „Adel in Bayern“ in die Nacht hinein, sowie einen Vorabend der „Neuen Messe Rosenheim“ auf dem Max-Josefs-Platz.


Dies alles war auch Voraussetzung vom Ministerium für Arbeit & Soziales, eine Genehmigung für unser erstes Night-Shopping in Rosenheim am 25. April 2008 zu erhalten.
Sie sehen hier weitere Impressionen von diesem Aktionsabend.


Hier im Bild der Salinplatz, unser herzlichster Dank an die Interessengemeinschaft Salinplatz!


Gegen 18.00 Uhr stand ich in einem dicken Hagelschauer und die Temperaturen waren stark heruntergekühlt, doch das Ergebnis unserer Abfrage im Nachhinein zu dieser ersten Shopping-Night war positiv:


Aus alledem geht hervor, dass eine erhebliche Mehrheit des Handels in der Innenstadt für die Fortsetzung dieser Aktion votiert. Mehr dazu im Ausblick 2009.


Eine ebenfalls vollkommen neue Veranstaltung haben wir am 12. und 13. Juli aufgelegt, nämlich die „Rosenträume Rosenheim“ (Sie sahen dies ja bereits im Konzept zum Stadtmarketing-Preis).
Allerdings war das gesamte Projekt „Rosenträume Rosenheim“ ein Testlauf für 2010, wo wir dann zur Landesgartenschau mit den Erfahrungen aus 2008 einen neuen Start machen wollen.


Warum steht hier ein Fragezeichen?
Die Ursprungsidee in vielen größeren Städten war der Zusammenschluss von Kirchen und Museen zu einer „Langen Nacht der Kultur“. Da wir diesbezüglich nicht über so viele Einrichtungen verfügen, dass ein solches Projekt bei uns tragbar würde, haben wir es um zahlreiche Ideen und Einrichtungen in der Innenstadt erweitert. In der Regel konnten wir 30 Spielorte anbieten. Desweiteren haben wir verschiedene Jahreszeiten ausprobiert – einmal Frühling, einmal Sommer, mehrfach Herbst. Dabei hatte sich herausgestellt, dass der Herbst, auch aufgrund unserer Termine und der Wünsche unserer Partner, sich als der zunächst positivste herausgestellt hat. Allerdings haben wir bereits vor geraumer Zeit mit Sorge die schrumpfende Teilnehmerzahl gesehen, die nunmehr auf einem Tiefpunkt angekommen ist. Kurz gesagt: Aufwand und Ertrag, auch im Sinne von der Anzahl der Menschen, die teilnehmen, stehen in keinem Zusammenhang mehr. Ob das Projekt eine Zukunft hat, ist offen.


Wieder konnten wir weit über 100 Besucher zu einem solchen Vortragsabend, die wir gemeinsam mit dem Einzelhandelsverband durchführen, begrüßen. Herr Kopp hat zu folgendem Thema Stellung genommen: „Damit Werbung wirkt“.

Dieser Abend galt aber noch einem anderen Ereignis: Wir haben Herrn Franz Knarr an diesem Abend verabschiedet, der nach 31 Jahren rastloser Tätigkeit im Anzeigenverkauf in diesem Jahr in den „Ruhestand“ gewechselt ist.

• Themen und Projekte 2008



Das Jahr 2008 war stark geprägt von Diskussionen und Workshops, insbesondere um Salzstadel und Grüner Markt beziehungsweise Ludwigsplatz. Welchen Eindruck wir von der Art der Diskussion und den Ergebnissen hatten, darauf werde ich noch an anderer Stelle zu sprechen kommen.


Neben der ältesten Rosenheimer Interessengemeinschaft in der Innstraße, hier bei einer Begehung mit Oberbürgermeisterin Bauer, und der IG Salinplatz, hat sich nun eine dritte Interessengemeinschaft gegründet, nämlich diejenige der Münchener Straße, von Foto Zitzlsperger bis zum Ende hin, auf Höhe Allianzversicherung beziehungsweise Enchilada.
10 Nachbarn haben sich hier inzwischen zusammengeschlossen und sind als Gruppe, so wie auch die anderen, in das City-Management eingetreten, um engeren organisatorischen und kommunikativen Kontakt zum Gesamtgeschehen zu erlangen.

Desweiteren sind erhebliche Aktivitäten im Bereich Gillitzerstraße/Herzog-Otto-Straße/Am Esbaum zu verzeichnen. Insbesondere versuchen sich die hier Aktiven auf einen gemeinsamen Namen und einen gemeinsamen Werbauftritt zu verständigen.

In der Innstraße laufen diese Aktivitäten bereits, insbesondere auch durch mehrfache gemeinsame Werbe-Auftritte, aber auch als die bisher am stärksten beteiligte Gruppe bei der Langen Nacht und anderes. Wobei die Innstraße von allen Baumaßnahmen rundherum in den letzten Jahren wirklich stark betroffen wurde.

Allen gemeinsam ist aber nach wir vor eine leichte Enttäuschung darüber, dass wir bereits vor 8 Jahren mit Metaplan-Analysen die Schwächenprofile der Quartiere erhoben haben und bisher auch die minimalsten Möglichkeiten einer optischen Veränderung nicht in Angriff genommen wurden, obwohl mehrfache Begehungen und Zusagen erfolgten und sich viele Akteure finanziell beteiligen würden.
Zunächst freuen wir uns aber über viel Eigeninitiative und Aktivitäten.


Auch in der Weihnachtsbeleuchtung sind wir weitergekommen. Die Kaiserstraße haben wir vor zwei Jahren erstmalig an den Start bringen können als Gemeinschaftsprojekt von Anliegern und City-Management und konnten dies in diesem Jahr stabilisieren und wir hoffen, dies bleibt auch in den nächsten Jahren so. Erstmals – und darüber freuen wir uns besonders – konnten wir nun auch die Heilig-Geist-Straße einheitlich und durchgehend beleuchten.
Daran haben auf der linken Seite, da wo die Masten stehen, bis auf die Apotheke alle teilgenommen. Und auch auf der rechten Seite haben doch immerhin drei Firmen mitgetan. Die Namen können Sie in den entsprechenden Publikationen nachlesen.


Auch in 2008 wurden mehr als 450 Dienst-Stunden von den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes bis jeweils morgens um 5.30 Uhr für die Rosenheimer Bürger absolviert.

Beteiligt waren in 2008, wie in den Jahren zuvor:
Auer Bräu und Flötzinger Bräu, die Stadt Rosenheim, der Wirtschaftliche Verband und das City-Management, sowie in 2008 zehn Gastronomen, deren Namen Sie hier lesen können.


Wenn alle Stricke reißen, können wir irgendwann einmal auf diesen Vorschlag aus dem OVB vom 20. Februar 2007 zurückgreifen.


Wie vorhin berichtet, wurde am 17.09. dem City-Management Rosenheim der „Bayerische City- und Stadtmarketingpreis“ verliehen. Das Foto zeigt die Übergabe des Preises in München.


Rosenheim bekanntestes Profil ist nachweislich dasjenige der Einkaufsstadt. Aber eine lebendige Innenstadt besteht, neben Veranstaltungen, aus vielen weiteren Faktoren - wie Gastronomie und Dienstleistungen, Wohnbevölkerung, und natürlich den kulturellen, kirchlichen und politischen Einrichtungen.


Um aber eine erste und bessere Orientierung im Bereich Einkauf und Gastronomie zu ermöglichen, wurde vor einigen Jahren der Einkaufs- und Gastroführer aufgelegt, der sich inzwischen zu einem sehr wichtigen Produkt entwickelt hat, denn er wird auch von Hotels und Tourismuseinrichtungen des Landkreises angefordert und dient hier zur Information, insbesondere auch der Besucher von außerhalb.


Der Cityscheck ist aufgrund der hohen Kosten jetzt zunächst einmal für 24 Monate neu aufgelegt worden. Im Jahre 2010 kommt dann der neue Cityscheck, aber unter einer wahrscheinlich sehr stark veränderten Konzeption. …

• Rosenheim im Advent: Publikumsbefragung mit Gewinnspiel im OVB

Wir haben zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts eine Umfrage per Tageszeitung gestartet. Hier das Ergebnis:


Zum einen ist diese Umfrage nur ein Schlaglicht und nicht repräsentativ, zum anderen sagt mir diese Aussage so nichts. Wir kommen darauf zurück.


Zum einen sehen wir, dass wir im letzten Jahr fast 64.000 Chips verkaufen konnten. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr allerdings einen Rückgang um 6.600 Chips. Und Sie sehen, auch wenn es kleine Details sind, dass wir auch in das Logo des Rosenheimer Chip-Systems die Wort-Bild-Marke Rosenheim mit der Rose integriert haben. Es geht also überall.


In diesem und im nächsten Jahr werden wir diese hier abgebildete Promotionsaktion verstärkt weiter durchführen.

• Abfrage des City-Managements zum Thema verkaufsoffene Sonntage:

Nach längerem Hin und Her und verschiedenen Tests hat sich der Innenstadt-Handel inzwischen – auch per Abfrage – auf dieses Ergebnis geeinigt:



Viele aktuelle Angebote finden Sie stets auf unseren Internet-Seiten, wie hier abgebildet.

Auch in diesem Jahr können wir, trotz der zu erwartenden Leerstandsfläche im ehemaligen Ferarri-Haus, von einer sehr guten Auslastung und Nachfrage sprechen. Leider nehmen Handy-Shops, Friseure und Cafés stark zu und gefährden sich und den Mix. Gillitzerblock: Es wird aus dem Bestand heraus vermietet, allerdings hätte eine Passage zur Prinzregentenstraße ausgereicht, denn auf diesem Wege hätten wir eine einheitlich größere Fläche bekommen, nun werden es vorne heraus circa 300 m², aber im hinteren Bereich ist mit Schwierigkeiten bei der Vermietung zu rechnen.

AUSBLICK 2009:
• Veranstaltungen 2009 und Faschingstreiben 2010:

• Jahreshauptversammlung 12.03.2009

Die Jahreshauptversammlung wird am heutigen Tag durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres jährlichen Programmablaufes und sie ist uns nach wie vor auch in Umfang und Ausstattung überaus wichtig und wir können uns nur bedanken, dass seit vielen Jahren ein so guter Besuch zu verzeichnen ist.


Am 1.5. und 15.8. gedenken wir, wieder die beliebten Antik- & Trödelmärkte durchzuführen, wie Sie diese vom Stadtfest ja auch kennen. Diese Märkte erfreuen sich bei sehr vielen Einheimischen, aber insbesondere auch bei Besuchern von auswärts großer Beliebtheit, sie werden in sehr vielen Fach-Postillen bekannt gegeben und beleben ansonsten eher schwache Feiertage oder Sonntage.


Wir sind stolz, dass auch nach so vielen Jahren noch immer alle Automobilfirmen weiter mitmachen und trotz der wirtschaftlichen Probleme auch weiter mitmachen können, dass sich aber darüber hinaus die thematische Vielfalt immer weiter ergänzt. Wir haben einen kleinen Sonderbereich mit „Neuen Antrieben“ im Bereich der St. Nikolaus-Kirche, wo wir Alternativen vorstellen – wie Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge und Gasbetriebene Fahrzeuge, aber auch ganz andere Themen aufgreifen: Wir haben hier die Firmen RegOel und SolarStromUmbau. Dieser Bereich wird nun erweitert durch ergänzende Angebote im Bereich Automobil, wie zum Beispiel fertige und mobile Garagen. Mit dem Harley-Zentrum sind wir im Gespräch.
Am Ludwigsplatz wollen wir am Sonntag ein Oldtimertreffen anbieten und erstmals werden wir nun endlich wieder eine Fahrradausstellung in Rosenheim haben. 6 Händler, zwei Hersteller und ein Fahrradreise-Anbieter, der ADFC und die Polizei werden am Salinplatz mit uns präsentieren bzw. beraten. Wir haben nun viele Jahre abgewartet und es ist nach Aussage all dieser Firmen nicht damit zu rechnen, dass es wieder eine Radl-Messe geben wird, wie es sie einmal gab. Dieses Thema brachliegen zu lassen – zumal wir ja „Rosenheim in Bewegung“ als umfassende Darstellung des Themas Beweglichkeit haben, wäre falsch. Auch Wohnmobile und Caravans sind wieder dabei – denn gerade dieser Sektor nimmt an Bedeutung für den Tourismus zu. Leider haben wir immer noch kein Konzept gefunden, wie sich der Öffentliche Nachverkehr mit darstellt, eingeladen ist er jederzeit, sich hier mit zu präsentieren. Wie Sie eingangs gesehen haben, gehört zu diesem Projekt auch stets ein Verkaufsoffener Sonntag.


Ein besonderes Prädikat für unser Stadtfest, das wir gemeinsam mit der Stadt Rosenheim ausrichten, ist es und bleibt es, die gesamte Innenstadt einzubeziehen und ein so umfangreiches Angebot zu machen, dass sich möglichst viele Gruppen und Personen hier wieder finden und für sich etwas entdecken. Aber auch tagsüber soll bereits Lebendigkeit in der Stadt hergestellt werden, wie zum Beispiel durch das Arbeiten mit Kindern und jungen Erwachsenen im Riedergarten, gemeinsam mit „Kind & Werk“, über traditionelle Angebote im Bereich Trachtenvereine und Blasmusik bis hin zu vielen musikalischen Beiträgen aus der Region und wie immer einer Gast-Gruppe mit besonderem Anspruch, die dieses Mal aus Regensburg kommen wird. Das ganze Programm lässt sich hier in wenigen Worten gar nicht aufzählen.


Hier sehen Sie einige Impressionen vom Stadtfest 2007 und wir hoffen auf einen ähnlich schönen Erfolg in 2009. Eröffnung ist Freitag, der 26., der Haupttag wird Samstag, der 27. sein – ich würde mich freuen, viele von Ihnen auf unserem Stadtfest begrüßen zu dürfen.


Sehr geehrte Damen und Herren, wie bereits angekündigt wollen wir auch in diesem Jahr das Projekt einer Shopping-Night wieder anbieten. Wie es ja nach der Abfrage gewünscht wird.

In diesem Zusammenhang haben wir bereits das Gespräch mit dem Wirtschaftlichen Verband gesucht im Hinblick auf den Christkindlmarkt, der in diesem Jahr 25 Jahre alt wird.
Termin wird der 27.11. sein, das heißt, am Tag der Eröffnung des Christkindlmarktes. Wir werden ein entsprechendes Programm aufbauen und die Anträge an das Ministerium für Arbeit & Soziales stellen.


Neu in 2009! In diesem Tagen trafen wir uns bereits mit der Firma Karstadt, mit Vertretern des Salinplatzes, sowie des Ludwigsplatzes, um herauszufiltern, welche Chance es hat, regelmäßig und in Abwechslung Musik an verschiedenen Plätzen der Innenstadt anzubieten. Die Firma Karstadt hat hier wirklich einen hohen Verdienst in permanenter Regelmäßigkeit den Jazzfrühschoppen angeboten zu haben. Aber auch die Firma Karstadt muss irgendwann einmal neue Schwerpunkt setzen und wird diese Reihe also nicht sterben lassen, aber nicht mehr so häufig anbieten. Da wir nun aber auch noch andere Plätze haben, die sich für dieses Thema interessieren oder eignen, wollen wir schauen, wie wir dieses Programm am Leben erhalten können.
Zur Zeit sieht es so aus:
4 Konzerte im Mai am Salinplatz, getragen von der Interessengemeinschaft,
4 Konzerte im Juni im Karstadt Lichthof, getragen von Karstadt,
4 am Marktplatz Ludwigsplatz, getragen von City-Management, Wirtschaftlichem Verband und zur Zeit der Firma Reindl, andere sind angesprochen,
immer samstags, 11:00 – 14:00 Uhr…

• Faschingstreiben am 16.02.2010

Das Konzept soll beibehalten werden.


Auch in 2009 wird man sich in München mit diesem Thema beschäftigen. Es ist ein Runder Tisch eingerichtet worden, an dem auch ein Vertreter der BAG, sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft teilnehmen. Sollte es keine Liberalisierung im weitesten Sinne des Ladenschlussgesetzes geben, so bitten wir nach wie vor darum, zwei oder drei Shopping-Night-Möglichkeiten zu erlauben, ohne die Anbindung an sonstige Ereignisse.


Dieses Forum wird auch tagen, um zu prüfen, wie sich Handel, Gastro und andere anlässlich der Landesgartenschau aufstellen könnten… Und zwar wird dies beim Treffen am 05. Mai besprochen. Wir wollen auf Formen und Materialien gehen, die für alle möglich sein werden, zum Beispiel Schaufensterpuppen, Köpfe, Figurinen, Gestelle, die wir unter Umständen auch über unsere großen Handelspartner dann vielleicht in Sammelbestellungen preiswerter beziehen können.

Im Übrigen gilt: Wir wollen die Landesgartenschau nicht in die Innenstadt hinein verdoppeln, die Landesgartenschau soll selbst der „Star“ dieser Zeit bleiben und Rosenheim soll seinen ganz normalen Alltag weiterleben, denn wir haben genügend, was wir in all dieser Zeit anbieten können, um den Menschen, die von auswärts kommen, zu zeigen, dass es hier durchaus ein attraktives und buntes Leben gibt.

Selbstverständlich müssen wir zumindest die Landesgartenschau in die Innenstadt als Thema hinein nehmen, und da ist es überaus notwendig, dass sich alle bemühen, unseren Gästen, aber auch unseren Bürgern ein besonderes Willkommen zu diesem Ereignis in verschiedensten Formen auszusprechen.


Was ist das? Und was haben wir im nächsten Jahr vor? Dies ist der Zusammenschluss der City-Stadt-Marketing-Organisationen in Bayern.

Themen sind dabei: Filialisten, Sondernutzungssatzungen, insbesondere auch wollen wir uns ein Jahr lang mit der Struktur und dem Berufsbild des City-Managements und seiner Geschäftsführer befassen.


Wir wollen noch einmal eine gezielte Werbeaktion starten, um noch mehr Mitglieder zu gewinnen – dies ja vielleicht schon heute Abend - und wir wollen nicht nur Handel & Gastronomie ansprechen, sondern alle, die sich für den Standort interessieren müssten. Ob es Ärzte, Anwälte, Hausbesitzer oder Dienstleister sind, sie alle tragen Mitverantwortung für ihren Standort und profitieren von ihrem Standort – die meisten jedenfalls. Insbesondere, wenn es gleichzeitig Bürger der Stadt sind, sollten sie sich hier mit engagieren.


Der Internetauftritt der Stadt Rosenheim wird gerade überarbeitet. Neben dem Tourismus bzw. im Verbund mit Tourismus kommt nun das Profil „Einkaufen“ auf die Startseite auf einem gemeinsamen Reiter in der Hauptnavigation.

Folgende Punkte wollen wir im Bereich „Einkaufen in der City“ hinterlegen:
  • Marken-Übersicht
  • Branchen-Suche
  • Die „Empfehlungen für Einkauf, Gastronomie und Dienstleistungen
  • Cityscheck
  • Service in der Innenstadt (wie z.B. Kinderbetreuung)
  • Rosenheimer Chip-System
  • Parken –> mit einem Link zum Rosenheimer Parkleitsystem
  • u.a.
• Masterplan Parken 2008 bis 2015

Sie wissen ja, dass wir dabei sind, einen „Masterplan Parken“, so gut es geht, gemeinsam mit der Verwaltung zu erstellen. Dieser Masterplan Parken hat folgende Bestandteile:
  1. Bestandsaufnahme & Auswertung Status Quo 1999 - 2008 und Planungen bis 2015
  2. Testfahrten, mit Erfahrungsberichten und Publikumsbefragung
  3. Bedarfsermittlung im Hinblick auf die Besuchsgründe (Handel/Gastro/Dienstleister/Kultur…), sowie für die Arbeitnehmerschaft. Hier sind Gewerkschaften und die IHK angesprochen worden.
  4. Schlussfolgerungen: z.B. Werbung für Parkhäuser und Festlegung fußläufiger Entfernungen vom Parkhaus zur Innenstadt.
  5. Und anderes…
Dazu mehr in Teil 3.

• Weitere Themen in 2009:

  • Rosenheim im Advent
  • Sicherheitsgemeinschaft Herbstfest
  • Arbeitskreise
  • Stadtmarketing
  • und vieles mehr
An all diesen Themen werden wir außerdem mitarbeiten…


Gemeinsam mit der Tageszeitung wollen wir einen Aufruf an die Bevölkerung starten, der extra für die Landesgartenschau gezüchteten neuen Rose für Rosenheim einen Namen zu geben. Eine Jury unter Leitung des Züchters wird den Namen dann auswählen, wenn ein guter dabei ist. Wir werden dazu einen Preis ausschreiben.

Soviel zu Aspekten unserer Arbeit 2008 und 2009.

ZWISCHENBILANZ:


(Einige dieser Abschnitte wurden aus Zeitgründen nicht vorgetragen, werden hier aber abgedruckt.)

Ich komme nun zum dritten Teil.
Vielleicht sollten wir uns ganz kurz noch einmal vergewissern, vor welchem Ausgangspunkt unsere Arbeit stattfindet.

Wir erleben einen erheblichen Konkurrenzkampf der Regionen und eine eigenwillige Mobilität der Menschen.

Alles und alle sind überall und wenn nicht, dann möchte man doch alles versuchen, dass dies zumindest für seine Stadt so sein soll.

  • Schwierigkeiten einer zukunftsorientierten Flächenpolitik in der Abstimmung zwischen Kreisstädten, Gemeinden und Umland.
  • Die EU-Ost-& Süderweiterung inklusive dem Abwandern von Arbeitsplätzen
  • Dazu unterschiedliche Regelungen zwischen Nachbarländern innerhalb der EU (siehe Tanktourismus Österreich)
Hinzu kommen Marktsättigungen in einigen Bereichen (hier braucht man eigentlich nur die klassischen Ökonomen von Adam Smith über Schumpeter zu zitieren). Dies ist derzeit insbesondere im Automobilsektor zu spüren.

Und dies alles fand vor dem Hintergrund eines gewissen Funktionsverlustes der Innenstädte statt. (Wir denken in manchen Gebieten an sinkende Wohnbevölkerung in den Innenstädten, wir denken an Abwanderung von Gewerbebetrieben, z. B. wegen Verkehrs- und Parkplatzproblemen und vielem anderen).

Bemerkenswert ist dennoch, dass man europaweit den Funktionsverlust der traditionellen Innenstädte festgestellt und beklagt hat und offensichtlich gibt es eine Renaissance der Innenstadt, der City, und eine neue Nachdenklichkeit im Hinblick auf Einkaufszentren - das hat ja gerade Rosenheim bewiesen.

Nach wie vor sollte es so sein, dass die Innenstadt der meist frequentierte Ort einer Stadt ist und dies durch Kultur, durch alle oben genannten Faktoren, insbesondere aber nach wie vor durch Handel und Gastronomie.

Städte verändern sich wie die Gesellschaft und mit der Gesellschaft. Unsere Kultur entwickelt sich hin zu einer stark ausgeprägten Erlebniskultur. Insbesondere die technischen Möglichkeiten erfordern immer höhere Ansprüche an die Qualität des Erlebens: Die Schwelle der Zufriedenheit beim Erleben liegt heute wesentlich höher als noch vor 25 Jahren. Dies auch durch die vielfältigen Eindrücke, durch die Weiterentwicklung der Technik, durch die Vergleichbarkeit, welche Menschen durch ihre Freizeit und Reiseaktivitäten haben. Durch moderne Kino-Event-Technik, durch technisch hoch artifizielle Live-Auftritte in der Musik-Branche und vieles mehr. Die Reizschwelle liegt heute erheblich höher.

Wir erleben in den Innenstädten, in der Regel sind es die Innenstädte, eine Renaissance als Gemeinschaft stiftende Orte. Die zum Teil künstliche Erlebnisaufladung der Innenstädte entspricht heutigen Werten und Bedürfnissen. Vermarktung der Städte heißt also auch, den Bedürfnissen dieser Erlebnisgesellschaft gerecht zu werden.

Die zu erwartende Erlebnisdichte besteht aus dem Spannungsfeld Einkauf, Kultur, Erlebnis-Gastronomie und zwischen diesen Bereichen gibt es erhebliche Schnittstellen.

Die Städte inszenieren sich zunehmend als Bühne.

Ziel dieser Inszenierung ist es im Wesentlichen, zum Staunen zu verführen, Emotionen hervorzurufen, Erinnerungen zu ermöglichen.

Allerdings: Innenstädte müssen lebendig sein, Innenstädte müssen Identität schaffen, und: Städte sollten eine Geschichte erzählen, welche auch immer.

Rosenheim kann dazu – wie uns ja auch die Fach-Jury bestätigt hat – das Rosensymbol ideal nutzen.

Rosenheim hat in dieser Hinsicht sehr vieles bewegt. Und gerade in diesen Monaten wird noch sehr viel bewegt werden.

Bitte nicht falsch verstehen: Das, was jetzt folgt, ist nicht unser Verdienst!

Ich erinnere mich, als ich vor 10 Jahren nach Rosenheim kam, hat es keinen Citydome gegeben, keine Altstadt Ost, wie wir sie heute kennen mit ihrem Ludwigshof, ihrem Färberplatz, mit ihrem Ballhaus und insbesondere den Hof um das Ballhaus herum. Wir haben endlich wieder eine Kirche, die man zeigen kann und dies auch durch den größeren Raum, den sie inzwischen ihrer Bedeutung gemäß in dieser Stadt wieder einnehmen darf. Und vieles anderes mehr.

Dennoch:
Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Wie uns auch das Einzelhandelsgutachten bescheinigt hat, hat unter all den eben genannten Faktoren auch Rosenheim einen erheblichen Umsatzverlust erlitten. Dies liegt aber nicht alleine an den geschilderten Konkurrenzsituationen, den real gesunkenen Einkommen der Menschen, sondern das Einkommen verteilt sich inzwischen komplett anders. Hier ein paar Beispiele:



Wir haben aber auch einen erheblichen Kaufkraft–Abfluss hinnehmen müssen. Und wann immer wir die Menschen fragen, stellen wir fest, dass die Besuchshäufigkeit abgenommen hat. Und nun kommen wir an einen ganz entscheidenden Punkt: Vor einer solch kritischen Situation gilt es eines – und dies ist bei allen wissenschaftlichen Erhebungen deutlich geworden: Wollen wir die Kunden behalten, neue gewinnen, müssen wir ihnen den Besuch so einfach und so angenehm wie möglich machen. Die Menschen, ohnehin nicht mehr auf einen einzigen Ort angewiesen, sind mobil, flexibel und haben die Häufigkeit ihrer Besucher reduziert, immer dann, wenn ihnen nicht genug Komfort geboten wird. Ich komme darauf zurück.

Nun zu meinem Extra-Teil.

Nach 10 Jahren Tätigkeit gibt es Probleme, die es anzusprechen und möglicherweise zu ändern gilt. Zum einen werden viele Dinge, die wir tun und stets und ständig ausbauen und verändern, inzwischen oftmals als selbstverständlich hingenommen – das ist klar. Zum anderen hat man sich auch ein wenig daran gewöhnt, dass es diese Gruppe, die immer wieder auch kritisch die Dinge begleitet, gibt.

Allerdings sind wir angetreten, um die große Alltags- und Wirtschaftskompetenz all unserer Mitglieder in den Diskurs einer Stadt einzubringen.

Einige Verantwortliche betrachten uns nach wie vor – und dies springt natürlich zunächst immer ins Auge – als Veranstaltungsorganisation. Was aber unserer Realität und Satzung so nicht entspricht. Veranstaltungen sind, wie oben beschrieben, ein wichtiger Bestandteil, um Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, um Besucherzufriedenheit und Besucherbindung zu erzeugen.

Ein anderer Teil betrachtet uns inzwischen als reine Lobbygruppe, insbesondere für den Handel. Auch dies sind wir nicht und auch dies sind wir gemäß Satzung nicht. Wenn Sie die Vielfalt unserer Themen betrachten, müsste man eigentlich zu einem anderen Ergebnis kommen. Allerdings: Wenn der Einkauf das bekannteste Profil der Stadt ist und wenn der Handel von der Mitgliederzahl her die größte Gruppe stellt, ist es selbstverständlich, dass wir den Erfahrungen und den Wünschen dieser Gruppe eine besondere Priorität einräumen.

Im Übrigen: Welche Gruppe hat ansonsten so viele tägliche Kontakte zu unseren Besuchern?
Andere sehen uns als ständige Kritiker, die nie zufrieden sind. Meinen aber die Händler, die angeblich nie zufrieden sind.

Vor vielen Jahren haben wir noch erhebliche Anteile an Themen in dieser Stadt auch moderiert. Nehmen Sie die damalige Krisensituation um die Baustelle Stollstraße herum oder unsere „Rosenheimer Gespräche“. Inzwischen hat man uns aus dieser Rolle durch die genannten Vorurteile ein wenig verdrängt. Beziehungsweise haben wir uns hier vielleicht auch zu sehr verdrängen lassen. Einen Fehler müssen wir ganz dringlich einräumen: Dass wir es in den letzten Jahren versäumt haben, auch das ständige und konstruktive Gespräch mit Vertretern der Politik zu suchen.

Inzwischen wurden zentrale Themen der Innenstadt von der so genannten Sozialen Stadt moderiert.
(So genannt, weil ich denke, dass ihr und unser aller Wirken immer auch ein soziales ist.)

Nehmen wir das Beispiel Grüner Markt. Es gab einen Punkt, an dem – trotz Mitwirkung des Wirtschaftlichen Verbandes deutlich wurde - dass es hier zu Konflikten kommen wird. Wir haben ebenso viele Mitglieder am Max-Josefs-Platz, die für einen Verbleib des Marktes dort plädiert haben, wie Mitglieder am Ludwigsplatz, die genau das Gegenteil wünschten. Der Betreiber des größten Marktstands am Max-Josefs-Platz von der Firma Baur ist ebenfalls Mitglied unseres Verbandes. Wir haben nach allen Richtungen hin stets gesagt: Lasst uns hier zu einem gerechtfertigten, wirtschaftlich sinnvollen und konstruktiven Gesamturteil kommen. Als Moderator dieses Prozesses hat man das City-Management, das eigentlich auch zur Moderation für diese Konfliktsituationen ins Leben gerufen wurde, allerdings nicht betrachtet, sondern auch hier hat die Soziale Stadt mit relativ ungeeigneten Mitteln eine Moderation in den bei uns inzwischen so beliebten und oftmals eher ergebnislosen Workshops durchgeführt. Hier müssen wir in den nächsten Jahren zu einer Klärung der Rolle und der Funktion des City-Managements kommen. Und dies nicht nur in Rosenheim, sondern dies wird auch Bestandteil unserer Arbeiten in unserer bayerischen Vereinigung sein, im Vergleich zum Stand, zu den Aufgaben und Kompetenzen dieser Einrichtungen in Bayern und in Deutschland.

Hier ein paar praktische Beispiele:


Schauen Sie auf diese Fotos – wem gefällt so etwas? Meine sehr geehrten Damen und Herren,
es hat eine Ausschuss-Sitzung gegeben, in der von Seiten der Bauverwaltung ein Antrag gestellt worden ist, eine Agentur damit zu beauftragen, eine Art Gestaltungskonzept, das ja eventuell in eine entsprechende „Gestaltungs-Satzung Innenstadt“ münden könnte, zu beauftragen. Ausschuss-Mitglieder haben darauf hingewiesen, dass es dazu eventuell ja nicht wieder einer neuerlichen Agentur bedarf, sondern zunächst einmal zwischen Verwaltung und City-Management ein entsprechendes klärendes Gespräch zu diesem Thema stattfinden sollte. Wir haben uns unmittelbar als Gesprächspartner dazu angeboten, denn auch wir haben ein erhebliches Interesse an einer harmonischen und positiven, aber auch lebendigen Gestaltung der Innenstadt. Mit Schreiben vom 24.11.2008 wurde uns von Seiten der Bauverwaltung mitgeteilt, dass man sich für unsere Bereitschaft bedankt und man habe auch daran gedacht, uns natürlich in den Planungs- und Beteiligungsprozess einzubeziehen, gleichwohl müsse man uns hinsichtlich dieses Themenbereiches zurückhaltend antworten.

Und weiter heißt es, es sei nicht damit getan, zum Beispiel eine gemeinsame Begehung zu machen. Oder erkannte Probleme in Gesprächsrunden mit Vertretern aus Handel & Gastronomie zu erörtern. Und so weiter. Vor allem sei – und das ist ja etwas, was wir nun seit langem kennen – wieder einmal ein intensiver Beteiligungsprozess erforderlich und dies sei nur durch zeitaufwendige und professionelle Moderation zu erreichen.

Und dann heißt es noch, dass es ja gerade der Vorsitzende des Vereins City-Management sei, der seine, seine wohlgemerkt, mit hohem Aufwand von öffentlichen Mitteln sanierte Platzfassade seit Jahren als großflächigen Werbeträger missbraucht.

Ich nehme dieses Beispiel, um noch einmal deutlich zu machen, dass wir einiges verändern müssen, am Selbstverständnis des Miteinanders und eben in der Interpretation der Funktion und Rolle des City-Managements. Keine Agentur kann den Artikel 57 der Bayerischen Bauverordnung ändern, der das Hängen von Werbetransparenten, die „nach ihrem erkennbaren Zweck nur vorübergehend für höchstens 2 Monate“ und so weiter angebracht werden, offensichtlich nicht einmal unter die Frage einer notwendigen Antragsstellung stellt. Und dennoch sind wir doch sicher in der Lage, einen gemeinsamen Gestaltungsleitfaden zu erarbeiten, der in einer Gestaltungssatzung einfließt, ohne die Bereitschaft der Wirtschaftstreibenden in der Innenstadt ist dies doch kaum möglich. Und glauben Sie uns, auch wir sind daran interessiert, ein für die Kunden positives Stadtbild zu haben, was aber eine gewisse Flexibilität und Buntheit auch nicht ausschließen muss.


Ich frage zurück:
  • Sind nicht auch Architekten für das Stadtbild verantwortlich?
  • Müssen unsere Gerinne aus kühlem, grauem Stein sein? (Hier auf dem Foto eine mögliche Alternative)
  • Können wir auch Schilderwälder verringern?
  • Oder Toilettenanlagen bereitstellen, die zum Stadtbild passen?
Seit vielen Jahren kommen Klagen vom Kunden. Jetzt geschieht offensichtlich etwas, wir erfahren es aus der Zeitung.

Zehn Jahre City-Management heißt also auch, dass wir eventuell einen neuen, einen zweiten Schritt in die Zukunft mit einer neuen Klärung der Position und der Aufgaben gehen werden müssen.

Hier fand ein erstes Gespräch diesbezüglich mit Herrn Wirtschaftsdezernenten Bugl statt. In den nächsten Monaten wollen wir gemeinsam die Grundlagen für eine Ziel- und Rahmenvereinbarung schaffen.

Vielleicht macht es ja Sinn, wenn sich Ausschüsse vor wichtigen Entscheidungen auch einmal von weiteren Fachgruppen informieren lassen.

Kommen wir zu einem anderen Thema: Wenn wir Kundschaft bewegen wollen, häufiger zu kommen, wenn wir neue Kundenkreise erreichen wollen, dann gilt heute unter den genannten Bedingungen mehr denn je: Bequemlichkeit.

Und dies gilt zum Beispiel für Stadterreichbarkeit, Parken, Toiletten etc.

Hier die Zulassungsstatistik aus Stadt und Landkreis für Fahrzeuge im Jahre 2008:


• Parken in der City



Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie bereits bei unserem Arbeitsrückblick gesehen haben, versuchen wir derzeit, gemeinsam mit der Verwaltung ein Bild über die Parkraum-Situation in der Rosenheimer Innenstadt zu erhalten. Zunächst möchten wir uns herzlich bedanken, dass uns die Verwaltung hierzu zahlreiches Zahlen-material zur Verfügung gestellt hat.

Desweiteren möchten wir betonen, dass wir an dem Parkraumkonzept, das seit vielen Jahren zwischen Verwaltung und Politik - und zum Teil auch mit der Wirtschaft – besprochen wurde, keine Kritik üben, wie vermutet wurde. Das Parkraumkonzept insgesamt ist stimmig und schlüssig und hat einige positive Veränderungen mit sich gebracht. Wir aber wollen wissen, ob die Anzahl der Stellplätze und die Art in verschiedener Hinsicht ausreichend und kundenorientiert sind.
Erstens also im Sinne der Bedarfe der Kunden – wir haben ja gerade die Zulassungsstatistik gesehen und wir sind auf die Landkreisbevölkerung maßgeblich angewiesen. Und zweitens aber auch im Sinne der Arbeitnehmer in der Innenstadt.

Selbstverständlich sind alle Zahlen interpretationsbedürftig.
Und das, was wir Ihnen jetzt hier vorstellen, ist nicht endgültig. Dennoch versuchen wir einmal einen Blick auf die Statistik, so wie wir sie derzeit lesen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn dies aber so ist, dass trotz der kritischen wirtschaftlichen Lage und einer erheblichen Notwendigkeit, den Menschen in den Innenstädten ein bequemes Anreisen und Parken zu ermöglichen, die Zahl der für die Kundschaft zur Verfügung stehenden Plätze möglicherweise doch nicht ausreicht, dann bitten wir noch einmal zu bedenken, warum wir auch im Hinblick auf den Salzstadel gebeten haben, die Größe des Projektes, nicht das Projekt an und für sich, die Größe des Projektes doch noch einmal zu überarbeiten und vielleicht doch mehr Parkplätze zu erhalten, als nach den Plänen beabsichtigt.


Meine Damen und Herren, dieses Thema scheint immer mehr zu einem Glaubenskrieg zu werden. Kaum zählen wir nur die Zahlen zusammen, kommt pünktlich die Darstellung der Auslastungszahlen der Parkhäuser. Gut. Aber auch diese Zahlen müssen doch interpretiert werden. Was sagen diese Zahlen? Wir sehen hier Schnappschüsse aus der Innenstadt. Die Kurzzeitparkplätze auf Fläche oder an Parkscheinautomaten sind offensichtlich fast immer zu 100% ausgelastet. Was sagt uns das nun?
Also:
Wenn ich Parkhausbetreiber bin oder Kaufmann allgemein (soviel habe ich ja als gelernter Industriekaufmann auch noch mitbekommen), wenn die Auslastungszahlen eher gering sind - und das will man ja mit dieser Statistik sagen - was mache ich denn da?
Dann muss ich mich doch fragen:
  • Habe ich mein Produkt falsch oder ungenügend kommuniziert?
  • Stimmt etwas nicht mit meinem Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Habe ich ein Überangebot, gibt es keinen Bedarf? (Das Foto hier spricht dagegen).
  • Oder biete ich etwas an, was der Kunde so nicht besonders gerne annimmt?
Wir brauchen hierzu doch belastbare Aussagen - in unser aller Sinne. Das muss doch jeden Betreiber objektiv interessieren. Wir können uns doch nicht zurücklehnen und sagen „Es sind genug da… Kunden irren… weitermachen...“


Meine Damen und Herren: Man mag sich als nördlichste Stadt Italiens bezeichnen, das beeindruckt unser vorherrschendes Wetter oft sechs Monate nicht. Ich möchte Ihnen hier ein paar Momentaufnahmen zeigen, die hoffentlich nicht zur ganzjährigen Wahrheit werden. Dennoch ist festzustellen, dass Architekten und Planer ein wenig zu großzügig denken und möglicherweise zu wenig an Folgenutzungen. In der Regel werden dann wieder Cafés eingerichtet, die aber unserem Mix erheblich schaden und des Weiteren scheint es so zu sein, dass bei Betrachtung der jetzigen Auslastungszahlen öffentlicher Plätze vielleicht auch deutlich wird, dass der Rosenheimer nicht unbedingt der große urbane Player ist, zu dem er hier vielleicht angeregt werden soll. Bitte hören Sie jetzt nicht „alles schlecht, alles falsch entschieden, wir wissen es besser, wir stehen über den Dingen (oder ich)“ – nein, wir möchten alle Verantwortlichen bitten, eine größere Kompromissbereitschaft zwischen Ästhetik und Funktionalität zu definieren, unsere Erfahrungswerte und Erhebungen hier einzuarbeiten und die urbanen Verhältnisse und Gewohnheiten der Bürger und Gäste realistisch einzuschätzen. Dann hätte mancher Parkplatz im öffentlichen Raum erhalten bleiben können. Wir haben dies im Hinblick auf die neuen Plätze immer wieder vorgetragen.


Ich möchte aber hier nicht negativ enden. Zum einen: Dass es uns überhaupt gibt und welche starke Unterstützung und Resonanz wir sowohl aus Teilen der Politik und Bereichen der Bevölkerung und der Wirtschaft erzielt haben, und auch die Medien, die immer wieder unsere Themen und Projekte interessant fanden, das ist schon einmal bemerkenswert und bedarf des absoluten Dankes!
Unsere Vereinsveröffentlichungen sind eine norme Hilfe.

Desweiteren hat sich die enge Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, insbesondere mit dem Einzelhandelsverband und dem Wirtschaftlichen Verband und anderen als überaus positiv erwiesen entwickelt.

Und noch nie zuvor hat es eine so offene, Themenorientierte und wirklich den Belangen der Fortentwicklung unserer Wirtschaft dienliche Zusammenarbeit gegeben, wie es sie jetzt mit der Wirtschaftsförderung und ihrem neuen Leiter, Herrn Thomas Bugl, und dadurch auch mit dem Stadtmarketing unter Leitung von Herrn Christian Ehinger, gibt.

BETRACHTUNGEN ZUM HAUPTVORTRAG DES ABENDS:


Aus Zeitgründen wurden die folgenden Sätze nicht ausgeführt, hier aber abgedruckt:

Verstehen Sie das noch?

Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet vor einem sehr konkreten und einem sehr ernsthaften Hintergrund statt. Wenn man die Zeichen richtig deutet, ist es so wahr wie banal, dass uns eine Ideologie und Berufsgruppen wie derjenigen der „City-Boys“ in London, die dort für verschiedene Investmentbanken Milliarden verbrannt haben, in die wohl größte Finanzkrise, aber auch Vertrauenskrise der letzten Jahrzehnte gestürzt haben. Unser Glaube an die völlige Liberalisierung der Märkte ist dahin. Ich zitiere „… Märkte ohne Aufsicht geraten außer Kontrolle, eine Nation kann ihren Wohlstand nicht mehren, wenn sie nur die wohlhabenden bevorzugt.“ Dies stammt nicht von der Linkspartei, sondern aus der Antrittsrede des neuen amerikanischen Präsidenten, Barack Obama. In einem Zwiegespräch zwischen Horst Seehofer und Papst Benedikt XVI, war man sich im Wesentlichen darüber einig, dass es nicht nur ein paar Banken und Unternehmen seien, die zusammengebrochen sind, sondern dass ein ganzes Weltbild von Gewinnmaximierung, Turbokapitalismus, Spekulationskapitalismus zusammengebrochen sei. So die Zeitungen von Januar 2009. Franz Müntefering warnte vor Heuschrecken. Und der bereits erwähnte Erzbischof Marx von München ruft dazu auf, dass die Welt den Kapitalismus zähmen müsse. Doch derzeit ist immer noch nicht sichtbar, wie man das Vagabundieren fauler Kreditpakete verbietet, die so lange umgepackt werden, bis offensichtlich die Risiken nicht mehr erkennbar sind. Auch hört man nichts von einer Selbstverpflichtung der Banken beziehungsweise ihrer Investment-Töchter, dass es nur für langfristigen Erfolg Boni-Zahlungen geben soll und nicht für kurzfristige Gewinne. Nach wie vor sind Leerverkäufe erlaubt und es ist auch keine wirklich greifende internationale Finanzaufsicht auf den Weg gebracht. Immerhin: Der Diskurs ist eröffnet. Hans-Ulrich Jörges zitiert im Stern vom 15. Januar 2009 den Wirtschafts-Nobelpreisträger Josef Stieglitz mit den Worten „…der Fall der Wallstreet ist für den Markt-Fundamentalismus das, was der Fall der Mauer für den Kommunismus war.“ Es zeige, dass der Weg dieser Wirtschaftsordnung so nicht gangbar ist. Jörges schreibt weiter, dass dem Kapitalismus nun wieder Fesseln angelegt werden, denn die Befreiung der Marktkräfte habe ihn entarten lassen, durch Zügellosigkeit und Exzesse der Bereicherung.

Ich möchte dies jetzt nicht weiter vertiefen. Letztlich geht es darum, dass selbst wenn wir diese Krise überstehen werden, die Fragen einer neuen Ethik und Moral, auch Konflikte und sogar einer neuen Weltwirtschaftsordnung dringend auf die Tagesordnung gehört. Vielleicht kann der Referent des heutigen Abends für diese Diskussion Anregungen geben.

Und nun zum Schluss noch ein Gedanke für uns alle:
Nach seiner Wahl zum Papst hat der ehemalige Kardinal Roncalli, der dann „Johannes XXIII“ hieß, zum Thema „päpstliche Unfehlbarkeit“ gesagt: „… Ich bin zwar jetzt unfehlbar, gedenke aber nicht, davon Gebrauch zu machen“. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn wir alle dies beim täglichen Umgang miteinander beherzigen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! Bis zum nächsten Jahr und dann wieder in gewohnter Länge.