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Vortrag und Bericht des Geschäftsführers
auf der Jahreshauptversammlung des Vereins
am 25. Februar 2010,
Rückblick 2009 und Ausblick 2010


Sehr geehrte Damen und Herren,

Obwohl das Jahr 2009 wirtschaftlich sicher nicht unkompliziert war, konnten wir es mit mehr als 250 Mitgliedern beenden.


Auch die Mischung der Beteiligung aller Bereiche ist nach wie vor überaus gut und gesund. Wir sind kein Handelsverband und ebenso sind Veranstaltungen nur ein Bestandteil unserer Arbeit - wie es die Satzung vorsieht, und wie Sie es heute Abend selbst begutachten können.

Wir sind ein Wirtschaftsverband und werden uns von daher auch zu Fragen der Wirtschaft zu Wort melden.

Veranstaltungen 2009/2010:
Am 12. März 2009 fand hier im KU´KO die letzte Jahreshauptversammlung des Vereins statt.

Mehr als 200 Besucher aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der Stadt haben die Berichte zum 10jährigen Bestehen des Vereins verfolgt. Und unsere Mitglieder haben auf drei Jahre einen neuen Vorstand gewählt.


Rosenheim in Bewegung ist eine feste Größe im Leben der City geworden.
Neben dem noch weiter gewachsenen Autosalon gehören der Bereich Neue Antriebe, Wohnmobile, Caravan, ein Harley-Treff, Mietfahrzeuge und der Verkaufsoffene Sonntag zu den Kernbereichen;
daneben wurden erstmals Boote, Garagenmodule und insbesondere der erste Fahrradsalon mit großem Rahmenprogramm angeboten.

Hier einige Eindrücke vom Fahrradsalon:
An ihm nahmen Händler, Hersteller, Reiseveranstalter, ADFC, Polizei und andere teil.
Ziel des Projektes ist es, eine möglichst umfangreiche Darstellung des Themas Mobilität zu geben.
Stadtfest am 26. und 27. Juni 2009
Obwohl wir mit dem Stadtfesttermin in eine überaus heikle Wetterlage geraten sind, haben sich die Spätnachmittage und die Abende der beiden Tage als überaus stabil und freundlich erwiesen.

Wegen der Umbauarbeiten konnte erstmals der Salzstadel nicht bespielt werden. Wird er es jemals wieder können?

Mit dabei waren: Am Auftaktabend der Max-Josefs-Platz.
Und am Haupttag eben dieser, sowie ein Teil der Heilig-Geist-Straße.
Außerdem: Ludwigsplatz, Esbaumviertel, der Salinplatz sowie Teile der Prinzregenten- und Rathausstraße, sowie die Münchener Straße.



Insbesondere das Esbaumviertel-Fest, das Traditionsprogramm, der Antik- und Trödelmarkt sowie die Sportmeile mit Sportbühne und die große Tanzshow haben sich ein festes Publikum über Tag und die vier Hauptbühnen am Abend gesichert.

Auch unser Bemühen in den einzelnen Bereichen verschiedene Angebote – also Stilrichtungen – anzubieten, hat sich überaus bewährt.

Insgesamt haben wieder mehr als 700 Menschen das bunte Programm aktiv mitgestaltet.



Dank an alle Teilnehmer, an alle Sponsoren und Bühnenpartner, und an die Stadt Rosenheim, mit der wir dieses Fest in Partnerschaft ausrichten.
Das Stadtfest dürfte sich inzwischen zu einer wirklich festen und geschätzten Größe für Rosenheim etabliert haben.
Rosenheim im Advent 2009,
erstmals mit
a) Night-Shopping am Freitag, 27. November
Die bayerische Gesetzeslage erlaubt nach wie vor Sonderöffnungen - wie eine solche nach 20:00 Uhr - nur mit einer erlaubnisfähigen Anlassbindung. Wir berichteten darüber.

Im vorletzten Jahr haben wir uns mit der Neuen Messe Rosenheim und dem Lokschuppen zusammengetan, um einen solchen Abend zu gestalten; im letzten Jahr mit dem Stadtmarketing und dem Wirtschaftlichen Verband. Als Anlass haben wir gemeinsam die Eröffnung des Christkindlmarktes gewählt, der ein rundes Jubiläum feierte - Glückwunsch an den WV dazu.



Sie sehen hier, dass der Max-Josefs-Platz überaus gut besucht war, denn auch der Markt blieb bis 23.00 Uhr geöffnet - wie auch die neue Eislaufbahn - und die Geschäfte.



Von unserer Seite haben wir nicht nur das Air-Light Projekt wieder aufgegriffen… sondern einen ganz neuen Akzent gesetzt:
Die Rosenheimer Lichter



Wie es damit weitergehen könnte, dazu mehr im Ausblick.
Rosenheim im Advent 2009,
b) Beleuchtung und Schokolade
Die Beleuchtung in den beiden hier gezeigten Straßen konnten wir stabilisieren. Vieles andere läuft über die IGs oder Quartiergemeinschaften oder über den Wirtschaftlichen Verband und die Firma Stern.

Insgesamt haben wir durch die vielen Maßnahmen nun eine zufriedenstellende Situation in der City - die „schwarzen Löcher“ sind weitgehend eliminiert.



Von den Weihnachtsgeschenkschokoladen konnten wir wieder 14.000 ausliefern - Dank an alle Partner, die hier mittun!
Faschingstreiben am 16. Februar 2010
Diese Veranstaltung hat im Jahre 2010 bereits stattgefunden. Auch diese wohl größte Open-Air-Faschingsparty im Landkreis ohne Gaudiwurm gehört zu den etablierten Veranstaltungen im Kreislauf des Jahres.



Dank an die teilnehmenden Wirte und Schausteller, die Künstler, die Gestalter des Kinderprogramms und an den Wirtschaftlichen Verband für die Unterstützung - hier haben wir ja eine große Schnittmenge.
Musik in der City
Nachzutragen bliebe noch folgende Veranstaltungsreihe: „Musik in der City“ von Mai bis Juli 2009.



Am Salinplatz viermal im Mai, bei Karstadt viermal im Juni und am Ludwigsplatz viermal im Juli hieß es „Musik in der City“, und zwar immer samstags von 11:00 bis 14:00 Uhr.

Dieses von uns als Test koordiniertes Musik-Projekt für die City lief mit Erfolg am Salinplatz und bei Karstadt – am Ludwigsplatz gab es allerdings viele Probleme und hier soll das Projekt in Zukunft nicht weiter verfolgt werden.

Über die beiden anderen Projektplätze herrscht derzeit noch Unklarheit - zumal diese Reihe natürlich überaus kostenintensiv ist und personell betreut werden muss und das Wetter muss auch mitspielen, d.h. es muss jedes Mal eine Infrastruktur geschaffen werden.
Projekte 2009:
Hier zunächst einige Projekte zur Landesgartenschau:

Am 05. Mai 2009 haben wir zu einem Info-Abend ins Ballhaus geladen, an dem wir die Gelegenheit gaben, sich neben anderem auch über die Landesgartenschau zu informieren.

Mehr als 150 Vertreter von Innenstadtbetrieben haben diese Gelegenheit wahrgenommen.

An diesem Abend wurden zahlreiche Themen angesprochen, wie man sich in der City unter anderem in das Projekt einbringen kann, die von uns dann in Bestellformulare umgesetzt wurden.

Hier ein paar Beispiele: Deko-Artikel, Holzrosen, Plakate, eine Schaufenstergestaltung mit Puppen, und man konnte Gastkarten bestellen, die man verschenken kann.



Bisher wurde bestellt: 1.600 Gastkarten, 123 Plakate und 279 Holzrosen.

Am 17. September 2009 wurde ein weiteres Projekt aus diesem Abend heraus umgesetzt: Eine Begehung des Geländes unter Führung einiger Verantwortlicher, die heute Abend hier anwesend sind.
Auch hier nahmen mehr als 100 Personen teil.



Im Anschluss war die Gruppe von der „VR-Bank Rosenheim-Chiemsee eG“ zu einem Imbiss in die Gaststätte des Eisstadions eingeladen - wovon zahlreiche Teilnehmer Gebrauch machten. Herrn Cink für diese spontane Aktion noch einmal herzlichen Dank!

Am 10. Juni 2009 erschien im OVB ein Aufruf:

Gemeinsam mit dem OVB, der Stadt, dem Gartencenter und dem großen, international tätigen Rosenzüchter Kordes startete das City-Management in Fortsetzung des Rosenprojektes den Aufruf, der neuen, für Rosenheim zur Landesgartenschau gezüchteten Rose, einen Namen zu geben.

Bedingung war, dass der Name „Rosenheim“ im Namen der Rose vorkommt.



356 Rosenheimerinnen und Rosenheimer sind diesem Aufruf gefolgt!

Die Jury hat diesen Namen auch schon gefunden und der oder die Gewinnerin, die aus dem Pool gleicher Nennung gezogen wird, könnte sich schon über zwei Dauerkarten für die LGS von uns und andere Preise freuen - aber leider: Erst muss weltweit geprüft werden, ob dieser Name bereits anderswo geschützt ist und das dauert etwas länger... Dann aber wird diese Rose weltweit vertrieben werden!

Auch der Verein Rosenheimer Chip System, den ich hier vertrete, hat sich beteiligt. Und zwar mit einem Gewinnspiel, bei dem (wie schon einmal im Jahre 2006) die Fahr- und Parkchips in Motivtaschen ausgegeben werden.



Seit November bis einschließlich März werden monatlich für jede richtig eingereichte Karte zehn Tageskarten ausgelost. Alle Teilnehmer bleiben dann aber im Spiel, bis Anfang April immerhin 10 Dauerkarten verlost werden.
Gründung des „Aktionskreises City- und Stadtmarketing Bayern“ (AKCS) 2009 in München
Viele Probleme sind in den Organisationen des Stadt- bzw. City-Marketing in den Städten sehr ähnlich, auch diejenigen, die durch die Gesetzgebungen in den Ländern existieren. So lag es nahe, aus einem ehemals recht lockeren Verbund einen eigenen Verband auf Landesebene zu schaffen, in dem sich nun bald schon etwa 50 bayrische Städte und Gemeinden organisieren könnten.

Neben vier ERFA-Tagungen pro Jahr wollen wir hier regen Austausch aktueller Mitteilungen, Weiterbildung und auch Abstimmung in wichtigen politischen Fragen vornehmen - wie zum Landesentwicklungsplan, zum Ladenschluss oder Night-Shopping. Auch die Frage des Berufsbildes wird eine Rolle spielen.

Damit werden die einzelnen Organisationen erheblich gestärkt.

Dem Rosenheimer City-Management wurde in meiner Person eine der beiden Stellvertreter-Funktionen des Landesverbandes zugesprochen und wir wollen uns beim Aufbau aktiv beteiligen.

Den Vorsitz des Verbandes hat Herr Klaus Stieringer übernommen, mein Bamberger Kollege, und die Geschäftsführung hat, quasi nebenberuflich - wofür wir sehr dankbar sind, Herr Christian Bitter übernommen, bis vor kurzem Geschäftsführer der BAG und heutiger Projektleiter für Pasing. Auf dem Bild sehen Sie das Logo des neuen Verbandes und ein Foto von einem Treffen in Neuburg an der Donau.



Die Euro-Fighter-Staffel hat sich da übrigens verpflichtet, uns bei der Verteidigung der Innenstädte beizustehen...
Erhebung freier Handels- und Gastronomieflächen, Stand: Oktober 2009
Die Erhebung finden Sie bei uns im Internet unter www.ro-city.de, dort unter „Einige Themen/Freie Handelsflächen“.

Unsere letzte Erhebung hat ergeben, dass im Oktober 2009 ca.1.800 qm Handelsfläche zur Verfügung gestanden haben. Dies ergibt am Gesamtvolumen einen Anteil von gerade einmal 2,5 %. Das ist ein erstaunlich gutes Ergebnis!



Wenn auch aktuell verschiedene Firmen geschlossen wurden, wie Fuchs, S. Oliver, oder Stalf, diese Flächen sind bereits wieder vermietet oder werden es sehr bald sein.

Der Umzug im unteren Teil des Gillitzerblocks ist abgeschlossen, die zweite Bauphase scheint nun ein wenig zu stagnieren.



Dennoch: Das große Fachmagazin „Der Handel“, das Wirtschaftsmagazin für Handelsmanagement in Frankfurt, ist durch Daten, die von großen Wirtschaftsforschungsunternehmen erhoben werden, auf Rosenheim aufmerksam geworden.

Unter den Top-Standorten rangiert Rosenheim in der Kategorie „Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner“ in den Bereichen Umsatz auf Rang 3 und im Bereich Zentralität auf Platz 5 in Deutschland – natürlich auf einem niedrigeren Niveau als vor zehn Jahren – aber dies gilt für alle.

Auch die stabile Lage auf dem Immobilienmarkt hat die Zeitschrift zu einem Bericht veranlasst. Was da umso mehr verwundert, ist die Tatsache, dass unsere heimischen Medien genau diese Meldung von uns kaum bis gar nicht als wesentlich empfunden haben. Das alles ist aber nicht selbstverständlich.

Nun muss natürlich sehr viel geschehen - z.B. die Leitlinien der CIMA in zukunftsweisende, rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen zu verwandeln.



Die Entwicklung im Aicher Park ist aus der Gesamtsicht natürlich gut, aus der eigentlichen Vereinbarung aber, dass die Innenstadt der Maßstab der Entwicklung sein muss und wir hier dringend ein Entwicklungskonzept brauchen um die guten Zahlen nicht zu gefährden in den kommenden Zeiten, kann man das Anwachsen der Handelsflächen auf 60.000 m² im Aicher-Park aber nicht unkritisch betrachten.

Den Kampf bei Elektrogeräten jeder Art hat die City bereits weitgehend verloren - obwohl diese nach wie vor innenstadtrelevant sind. Ok, das sind Fakten, aber man kann die Entwicklung nicht ungezügelt weiter gehen lassen. Die Ablehnung eines Großprojektes am Bahnhof sollte nicht bedeuten, dass genau diese Entwicklung nun anderswo einsetzt!

Und da geschieht noch anderes – das hat nichts mit dem Aicherpark zu tun! Hier ist der Hausherr Milli Görres - uns allen als sehr bedenkliche Gruppe aus Köln noch in Erinnerung... Milli Görres steht seit Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Das wurde privat verkauft,- ich wollte bei dieser Gelegenheit nur einmal darauf aufmerksam machen.
Weitere Projekte 2009 in Kürze:



Auch die Sicherheitsgemeinschaft Innenstadt zum Herbstfest kam wieder zustande. 11 Wachmänner und -frauen leisteten 476 Stunden Wachdienst.

Dank an alle, die sich hier beteiligen! Das Fazit: 2009 war ein vergleichsweise friedliches Jahr. Vielleicht hat die Wachdienstgruppe die Polizei ja unterstützen können, diesen Zustand melden zu können.



Seit dem letzen Jahr geht das Rosenheimer Chip-System – neben dem Gewinnspiel, das bereits vorgestellt wurde - offensiver an die Öffentlichkeit, so zum Beispiel durch Promotionsaktionen wie hier sinnfälliger weise bei „Rosenheim in Bewegung“...



Im Jahre 2009 wurden von der Wirtschaft 63.751 Chips beim Verein gekauft.



Anfang des Jahres ging der neue Internet-Auftritt der Stadt an den Start. Hier gibt es die neue Rubrik „Tourismus und Einkauf“.

Unter „Einkauf“ gibt es nun dort eine neue Orientierung für unsere Gäste, nämlich die Möglichkeit, sich nach Lagen zu orientieren. Eine davon ist die City – siehe unser Bild.

Und hier werden sehr verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung gestellt: So zum Beispiel eine Orientierung nach Marken, die Sie unter www.ro-city-einkaufen.de oder unter www.ro-city-marken.de auch direkt suchen können.

Zum Start konnten wir bereits 1.023 Marken einstellen.

Hier sollten alle Unternehmen aus dem Handel mitmachen, damit wir zeigen und beweisen können,
dass wir eine Markendichte haben, die den Vergleich mit gleich großen oder größeren Städten nicht zu scheuen braucht!

Wir sind jetzt in der Aufbauphase mit den Leitbranchen und bei der Überarbeitung. Dazu im nächsten Jahr mehr...
Hier einige Themen des Arbeitsjahres 2009:
Verkehr und Parken in Rosenheim
Dies wird nun den größten Teil meines Berichtes einnehmen – danach geht es dann zügig voran.

Ein Staujahr ging zu Ende – stand im OVB. Und dies hat uns wieder einmal gezeigt, wie sensibel und wie störanfällig der Verkehr in der City ist.

Zunächst Dank an alle, die unter zum Teil hohen Verlusten das Baustellenjahr insbesondere in der Innstraße überlebt haben, die durchgehalten haben...

Natürlich hat uns das Thema Verkehr und Parkplätze auch nach der letzten Jahreshauptversammlung beschäftigt. Und unsere Meinung zu diesem Thema hat sehr viel positiven Widerhall gefunden! Nicht so bei Teilen der Politik.

Dazu folgendes: Ende Juni 2006 haben wir uns gestattet, das Gesprächsergebnis eines Treffens von zahlreichen Unternehmern und Hausbesitzern am Ludwigsplatz als Protokoll im OVB zu veröffentlichen. Dort war von grundsätzlicher Zustimmung der Mehrheit die Rede. Und: Dass es jedoch durchaus Details gebe, die man kritisch sähe. Und dort und an anderer Stelle haben wir im Namen der Anlieger darum gebeten, die Planung zu ändern, die von einem Fußgängerüberweg abgesehen hat und nur der Meinung einer Minderheit entsprach.

Die Antwort der Fraktionsvorsitzenden der SPD war damals ein offener Brief, in dem es hieß: Der City- Manager habe so etwas nicht zu veröffentlichen. Und: es würde eine Nebenregierung installiert. Und: ich solle mich doch um Veranstaltungen kümmern usw.

Nur zwei Jahre später muss man lesen, dass jetzt unter größten Schwierigkeiten und unter Einmischung der Förderbehörde und mit größerem Kostenaufwand doch ein Zebrastreifen gebaut werden soll - und zwar an sehr schlechter Stelle für den Kreisel! Vielleicht hätte man doch einmal auf die Vorschläge anderer hören sollen, statt sofort in Abwehrstellung zu gehen?

Und ähnliches hat sich nach unserer Beschreibung der Parkplatzsituation nach der letzten Jahreshauptversammlung abgespielt, zumal nur vom Hörensagen - den tatsächlichen Bericht habe ich den Stadträten zukommen lassen.

Das Thema Verkehr und PKW scheint sich darüber hinaus immer mehr von einer rationalen weg hin zu einer ideologischen Betrachtung zu entwickeln. Das Auto als Buhmann und Zerstörer des Idylls der Innenstadt usw.

Daraufhin haben wir uns gestattet, gemeinsam mit der Agentur „The Travel and Marketing Company“ eine Umfrage zur Akzeptanz des PKW, also des Individualverkehrs, des Autos in der Stadt durchzuführen.



Wir haben auf die Daten von 488 Befragten zurückgreifen können, die an zwei Tagen befragt wurden.

Davon waren 304 Personen mit dem Auto in der Stadt, ohne Auto also 184, was an diesen Tagen ein sehr hoher Anteil war, das ist nicht immer so... aber umso besser.

Die Fragen waren kurz zu beantworten:

Sind Sie mit dem Auto in der Stadt:
Ja / Nein

Wenn nein – womit sonst?
ÖPNV
Bahn
Zu Fuß
Mit dem Fahrrad

Und natürlich die Frage, ob man sich durch die Autos in der City gestört fühlt.



Das Ergebnis liegt Ihnen vor.

Von allen Befragten, also ganz gleich, ob mit oder ohne Auto in der Stadt, gaben 78 % an, dass sie sich von Autos in der City nicht gestört fühlen – 78 %!

Nun, von allen Befragten waren 62 % mit dem Auto in der Stadt (oft sind es mehr als 80 %).

Dass von diesen sich 84 % nicht gestört fühlen, war zu erwarten.

Interessant wird es nun aber, wenn man das Ergebnis betrachtet, dass bei der Befragung derer entstand, die nicht mit dem Auto in der Stadt waren:

Von diesen 184 Befragten waren

40 % zu Fuß unterwegs,
davon fühlen sich 63 % nicht gestört durch Autos.
27 % waren mit dem Fahrrad unterwegs und selbst von den Fahrradfahrern fühlen sich 69 % nicht gestört.
Noch einmal: fast 70 % der befragten Fahrradfahrer haben kein Problem!

19 % kamen mit dem Bus - 74 % davon haben kein Problem.

Mit der Bahn kamen 12 % - und 82 % davon haben kein Problem mit Autos.

Nun frage ich mich: Wer hat denn hier ein Problem? Ob das mir nun gefällt oder nicht - ich kann es doch nicht einfach ignorieren!

Das waren zwei Vormittage und 488 Befragte. Wir können das auf Wunsch gerne auf mehr Tage und 1000 Befragte ausdehnen und jeder kann dabei stehen und auch bei der Auswertung dabei sein, gerne. Das Ergebnis wird dasselbe sein - darauf wette ich!

Mehr als diese Meinung zu übermitteln, können wir nicht tun. Mag jeder diese Meinung in der Bevölkerung, so gut er mag, ignorieren oder aufnehmen...
Das Thema Mobilität jetzt und in Zukunft muss für uns eine wichtige, ideologiefreie Rolle spielen.

Noch einmal:

Wir haben ca. 170 000 angemeldete PKW in Stadt und Landkreis - mal durchschnittlich 2 Nutzer sind das 340 000 Menschen. Bei 3 Bewegungen täglich sind dies rund 1 Million Bewegungen am Tag,
das sind bei nur 300 Tagen 300.000.000 Bewegungen - das machen Sie mal flächendeckend mit dem ÖPNV. Das muss man doch einmal sachlich untersuchen. Meine aktuellen Zahlen: Bus pro Jahr circa 5 Millionen, Bahn etwa 4,5 Millionen = ca. 10 Millionen! Wir sprechen aber bei Stadt und beim Landkreis von 300.000.000 Bewegungen. Und nicht wenige richten sich noch nach Rosenheim. Lassen Sie es 100.000.000 sein.

Wir müssen bei unserer Zentralität und dem Problem der großen Fläche die Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen.

Und abschließend:
Der Handel ist der drittgrößte Wirtschaftszweig Bayerns und bringt dem Land einen Umsatz von 86 Milliarden Euro; er stellt 335.000 Arbeitsplätze und bietet 40.000 Leerstellen - und ist Motor der Innenstädte - der sollte sich in solch wichtigen Fragen ganz sicherlich einmischen dürfen!

Und nun ins Jahr 2010!
Arbeitsplan 2010/2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Ihnen liegt der Arbeitsplan für 2010/2011 schriftlich vor. Insofern möchte ich mich hier nur auf wesentliche Punkte konzentrieren, um die Zeit zu verkürzen und den nach mir kommenden Raum zu schaffen. Hier also die wesentlichen Punkte aus der Arbeitsplan-Vorlage.
Veranstaltungen 2010



Das Konzept wird beibehalten – als nächsten Schritt wollen wir den ÖPNV mit einbeziehen, damit der Mobilitätsmix langsam komplett wird. Und ein neues Thema für neue Zielgruppen werden wir auf Wunsch und mit der aktiven Gemeinschaft am Esbaum dort durchführen.

Was ich überhaupt nicht kollegial finde ist, dass der Aicher-Park dieses Projekt nun kopieren wird und das auch noch vor unserem Termin - ich habe dringlich gebeten, davon abzusehen, damit es nicht inflationiert und uninteressant wird – man hat es ignoriert.



Zur Landesgartenschau wollen wir diese Veranstaltung neu auflegen. Sie besteht aus einem dreitägigen Markt, der alles rund um das Thema Rose anbieten soll. An den Abenden sollen Kulturveranstaltungen das Thema abrunden:

Freitags oder samstags im Riedergarten mit „Lyrik-Lichter-Lieder“ rund um die Rose als eine Art Picknick; entsprechend „Folk in der Altstadt Ost“ (Schwerpunkt Hofbräu und Färberplatz) und eine Meditation in Sankt Nikolaus. Das hängt auch noch davon ab, wie die angefragten Künstler zeitlich können.
Rosige Zeiten in der Rosenheimer City, Freitag, 1. Oktober 2010
(Vorbehaltlich der Genehmigung des Ministeriums)
Themen:
- Rosenheimer Lichter
- Rosentombola
- Open-Air-Modenschau
- Night-Shopping
- u.a.

Am 1. Oktober soll dieses Projekt starten.



Einmal im Jahr können wir versuchen, für das beliebte Night-Shopping eine Genehmigung zu erlangen; in Zukunft wollen wir dazu ein altes Projekt wiederbeleben, aber um das Thema „Rosenheimer Lichter“ als festen Bestandteil ergänzen - wir möchten den Menschen ein besonderes Erlebnis bieten und gleichzeitig ein neues Erkennungszeichen schaffen:
Die „Rosenheimer Lichter“ – hier ein paar Eindrücke!



Und möglicherweise gibt es Mitte Oktober eine Neuauflage der Kneipenfestivals - wir verhandeln mit einem neuen Partner.



Nun die Zusammenfassung der Projekte und Themen:



Rosentaufe am 06.06.2010 im Riedergarten
Nachdem in den nächsten Wochen der Name der Rose bekannt gegeben wird, folgt dann im Sommer zur Landesgartenschau die Rosentaufe am 16.06.
Reform des City-Schecks
Der City-Scheck soll in eine neue Phase kommen, der Verkauf soll gesteigert werden, denn die meisten Gutscheine, die verschenkt werden, bedeuten Umsatz in der Innenstadt.
Einkaufs-, Gastro- und Dienstleistungsführer Vorbereitung Neuauflage 2011
Unser Einkaufs-, Gastro- und Dienstleistungsführer wird nicht nur neu aufgelegt, sondern auch gleich so aufbereitet, dass er auch im Internet als weiteres Orientierungsinstrument für den Kunden und Besucher dienen kann.

Und selbstverständlich – und das wird ebenfalls viel Arbeit - muss die Akquise weitergehen, damit möglichst viele Firmen ihre Marken bei uns eingeben...
„Sicherheitsgemeinschaft Herbstfest 2010“
Und hoffentlich gibt es auch unsere Bewachungs-Dienstleistung in der City zum Herbstfest wieder, die der Polizei hoffentlich ein wenig zur Seite stehen können...
Weihnachtsbeleuchtung und Leerstandserhebung stehen selbstredend auch wieder auf dem Programm.



  • Als wichtiges Thema des nächsten Jahres sollte für uns alle die Fortschreibung der CIMA-Studien im Hinblick auf eine sinnvolle Entwicklung der City stehen, und in diesem Zusammenhang auch die Verabschiedung einer Bauleitplanung - wir hoffen, auch weiterhin in die Diskussion einbezogen zu werden.
  • Natürlich Marketingaktivitäten in Ebersberg und Tirol, auch Binnenmarketing
  • Und auch das Chip-System wird weiter daran arbeiten, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Das ist übrigens nicht nur für den Handel, sondern auch für die Gastro, für Dienstleister ein Thema, auch für den ÖPNV – hiermit kann man seine Fahrtkosten erheblich senken…
  • Daneben haben wir eine umfangreiche Beratungs- und Informationsaktivität für einzelne Mitglieder, Mietinteressenten, die Arbeit in zahlreichen Gremien zu leisten – und die Arbeit mit und in den IGs, wir repräsentieren den Verein, so oft es die Zeit erlaubt, und besuchen auch die Veranstaltungen vieler befreundeter Organisationen, so es geht. Wir bemühen uns, unsere Mitglieder immer einmal per News-Letter über die Arbeit zu informieren. Und leider frisst auch uns die Bürokratie in Gestalt von umfänglichem Rechnungs- aber leider auch Mahnwesen, Buchhaltung, Abstimmungen mit GEMA, KSK, wir sind Clearing-Stelle für City-Schecks, Ausgabestelle der Chips, und vieles mehr... Dass dies alles so geht, dafür auch einen ganz herzlichen Dank an die Mitarbeiter.



Meine Damen und Herren,
in Rosenheim hat sich enorm viel getan und wird sich noch vieles tun – dazu gleich mehr von unserer Oberbürgermeisterin. Wir möchten unseren Anteil daran leisten. Ich hoffe, Sie stimmen dem Arbeitsplan zu. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Ich wünsche uns allen ein gutes 2010, eine tolle Landesgartenschau und verbleibe bis 2011 -
vielen Dank und auf Wiedersehen!