Rathaus-/Prinzregentenstraße: Rosenheims Hauptstraße

Die Stärken

Hauptsächlich wurde natürlich die zentrale, verkehrsgünstige Lage hervorgehoben. Im Hinblick auf die Verkehrssituation wurde darüber hinaus die Nähe zum Parkhaus, ein durchgängiger Radweg und die Nähe zum Busparkplatz genannt. Die Bundesstraße 15 als markanter Bezugspunkt in dieser Lage wird als Durchgangsstraße mit hohen Durchfahrtsfrequenzen gesehen. Insofern kann man von einer Lage mit guter Erreichbarkeit sprechen. Fußgänger berühren die Lage insbesondere, wenn sie von der Münchener Straße auf den Max-Josefs-Platz wechseln (oder umgekehrt). Vom Stadtgestalterischen her werden insbesondere die vielen interessanten Neubauten, aber auch das K&L-Gebäude und der Gillitzerblock in der jetzigen Form hervorgehoben. Frequenzbringer ganz anderer Art berühren diese Lage ebenfalls, nämlich die Volkshochschule, der Riedergarten mit seiner Gestaltung, das Rathaus sowie der Lokschuppen mit seinen Ausstellungen und die städtische Galerie.

Aber die Lage wird nicht einfach nur als Durchgangsstraße empfunden, sondern als begrünte Durchfahrtstraße, so wie insgesamt die Bepflanzung und Begrünung dieser Straße vom Grunde her positiv hervorgehoben wird. Auch die Einbindung in das Stadtfest – hier zum Beispiel durch den Antikmarkt – wird positiv vermerkt. Nicht zuletzt aber verfügt die Lage über einen durchaus ansehnlichen Mix im Bereich Handel und Dienstleistung und dabei handelt es sich überwiegend um inhabergeführte Geschäfte. Insgesamt wird die Prinzregenten- /Rathausstraße im Bereich der City als gute Adresse bezeichnet. Besonders erfreulich ist dabei die beginnende Revitalisierung des Gillitzerblockes.

Die Schwächen

Die Hauptschwäche ist ganz offensichtlich, daß sich im Bereich der Gehsteige Fahrradfahrer, Autofahrer und Fußgänger zum Teil sehr ungünstig begegnen. Wer also die Kurzparkmöglichkeit nutzen will, muß stets den Radweg kreuzen. Dabei kommt es immer wieder zu unschönen Szenen. Insgesamt wird auch das Be- und Entladen erschwert. Auch die städtische Verkehrsüberwachung wird hier so stark wie in kaum einer anderen Lage als wenig sensibel für die Gesamtproblematik bezeichnet. Hinzu kommt, dass im Winter die Radwege nicht ausreichend geräumt würden.

Was auf der einen Seite Vorteile sind, wird immer wieder auch zu Nachteilen: die hohe Durchfahrtsfrequenz bringt sehr starke Lärmbelästigung und Abgase mit sich. Und die grundsätzlich positive Begrünung führt in manchen Bereichen, insbesondere im Bereich der Rathausstraße und am Gillitzerblock, zu starker Verdunklung und auch zur Verdeckung von Werbeschriften.

Im Vergleich zur Hauptlinie Münchener Straße/Max-Josefs-Platz bricht die Fußgängerfrequenz in weiter entfernten Bereichen stark ab.

Maßnahmen

An die Stadt ergeht noch einmal die Bitte, den Schilderwald zu durchforsten, neue Möglichkeiten für Kurzzeitparker bzw. Be- und Entladen zu finden, und ganz dringend sei eine sinnvolle Ausschilderung direkt vom Parkhaus bzw. der VHS und im Bereich der Münchener Straße am Übergang zum Max-Josefs-Platz.

In dem Zusammenhang wäre die Schaffung von weiteren Verweilplätzen im Außenbereich des Straßenzuges zu prüfen. Auch bittet man um Anbringung weiterer Abfallbehälter.

Rathaus-Prinzregentenstr